Interaktive Karte : Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Pinneberg steigt deutlich

9137 Menschen im Kreis Pinneberg ohne Job. Agentur gibt Quote von 5,5 Prozent bekannt. Winter hinterlässt im gesamten Norden Spuren.

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30. Januar 2015, 16:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Während der Winter bislang mit wenigen Ausnahmen eher einem kühlen, schmuddeligen Herbst gleicht, hat er auf dem Arbeitsmarkt im Januar voll zugeschlagen. Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Pinneberg ist innerhalb eines Monats deutlich gestiegen.

Wie Thomas Kenntemich, Chef der Elmshorner Arbeitsagentur gestern mitteilte, ist die Zahl der Männer und Frauen im Kreis Pinneberg ohne Job von Ende Dezember zu Ende Januar um 656 Personen gestiegen. Insgesamt stieg die Zahl der Arbeitslosen damit auf 9137. Die Quote stieg innerhalb eines Monats um 0,4 Punkte auf 5,5 Prozent. Vor einem Jahr lag der Wert indes noch bei 6,0 Prozent.

„Zum Jahresende liefen viele befristete Arbeitsverträge aus. Zudem meldeten sich in den vergangenen Wochen wieder verstärkt Menschen aus witterungsabhängigen Branchen wie dem Bau- und Baunebengewerbe sowie dem Garten- und Landschaftsbau vorübergehend arbeitslos“, erläuterte Kenntemich den saisonal üblichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Dieser sei in diesem Janua allerdings etwas geringer ausgefallen als im Vorjahr. Im Kreis Pinneberg hatten sich laut Kenntemich 1129 Menschen (Dezember: 788) aus einer Beschäftigung heraus neu arbeitslos gemeldet. Im Dezember waren dies 788. „Darunter waren auch Arbeitskräfte, die befristet für das Weihnachtsgeschäft im Einzel- oder Versandhandel beschäftigt waren sowie der Bürokräfte, deren befristete Arbeitsverträge endeten“, erläuterte der Agenturleiter.

Von den 9137 Arbeitslosen im Kreis betreut die Elmshorner Agentur 3585. Beim Jobcenter waren 5552 arbeitslose Männer und Frauen registriert. 2907 Männer und Frauen im Kreis Pinneberg sind schon länger als ein Jahr ohne Beschäftigung – dies ist fast jeder dritte Arbeitslose.

Auch landesweit ist die Arbeitslosigkeit im Januar saisonalbedingt deutlich angestiegen. Ende Januar waren in Schleswig-Holstein 106411 Menschen ohne festen Job und damit 9257 mehr als noch im Dezember, wie die Agentur für Arbeit gestern  in Kiel berichtete. Im Vorjahresvergleich bedeutete dies aber trotzdem einen deutlichen Rückgang um 5245 oder 4,7 Prozent.

Die Lage auf dem Hamburger Arbeitsmarkt hat sich zum Beginn des Jahres ebenfalls deutlich verschlechtert. Laut Arbeitsagentur  erhöhte  sich die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat um einen halben Prozentpunkt auf 7,7 Prozent. Im Januar waren in der Hansestadt knapp 75800 Arbeitslose gemeldet.

Bundesweit waren im Januar  3,032 Millionen Menschen in Deutschland ohne Job, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern  in Nürnberg berichtete. Mit einer Arbeitslosenquote von 7,0 Prozent vermeldete die BA die niedrigste Januar-Arbeitslosigkeit  seit  1991. Thomas Klink

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