Asyl im Kreis Pinneberg : Die Zahl der Anträge hat sich verzehnfacht

Krisenherde in Syrien, Afghanistan oder Eritrea lassen die Zahlen massiv ansteigen und stellen auch die Gemeinden im Kreis Pinneberg vor große Herausforderungen.

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02. Oktober 2014, 16:10 Uhr

Kreis Pinneberg | 175.000 Flüchtlinge werden in diesem Jahr in Deutschland erwartet. Krisenherde in Syrien, Afghanistan oder Eritrea lassen die Zahlen massiv ansteigen und stellen auch die Gemeinden im Kreis Pinneberg vor große Herausforderungen. Waren es 2012 noch 180 Asylbewerber im Kreisgebiet, stieg die Zahl bis Ende September auf 811. Im Vergleich zum Jahr 2010 – damals gab es 80 Asylanträge – haben sich die Anfragen sogar mehr als verzehnfacht.

Hinzu kommen 300 Ausreisepflichtige und gedulde Flüchtlinge sowie 1005 Menschen, die aus humanitären Gründen nach Deutschland gekommen sind. Die Aufteilung auf die Städte und Gemeinden erfolgt nach dem sogenannten „Königsteiner Schlüssel“ – einem Pro-Kopf-Schlüssel, der jedes Jahr entsprechend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Bundesländer berechnet wird. Die Kosten für die Unterbringung werden zu 70 Prozent vom Land und zu 30 Prozent vom Bund getragen. In den ersten beiden Monaten werden die Realkosten übernommen. Danach  die „Angemessenen Kosten“. Die Kommunen sind für Unterbringung sowie die Kosten der „Daseinsvorsorge“ wie Kindergärten, Schulen, Integrationsmaßnahmen oder Sprachkurse verantwortlich.

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