zur Navigation springen

Kommentar : Die Wundertüte ist ein Sicherheitsrisiko

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

"Auf Cléber kann sich der HSV nicht verlassen", sagt Fußball-Experte Lars Zimmermann.

Hamburg | Seine Leistungen schwanken zwischen Genie und Wahnsinn. Der Brasilianer Cléber ist unberechenbar. Für den Gegner und leider noch mehr für die eigene Mannschaft. Er ist die Wundertüte des HSV. Man weiß vor dem Spiel nie, was drin ist.

Cléber hat unbestritten großes Potenzial. Der Brasilianer ist ein Modellathlet und kann auch Fußball spielen. Für einen Innenverteidiger bestimmt nicht die schlechtesten Voraussetzungen. Doch Cléber  hat immer wieder Aussetzer. Guten Leistungen folgen in schöner Regelmäßigkeit unerklärliche Stockfehler. Seine Fehlerquote ist für einen Abwehrspieler viel zu hoch. Der Brasilianer ist  ein Sicherheitsrisiko, auf dass Trainer Bruno Labbadia im Abstiegskampf nicht setzen darf.

Gerade in der Defensive braucht Labbadia Spieler, auf die er sich verlassen kann. Sollte Kapitän Johan Djourou weiter nicht voll belastbar sein, macht es Sinn, Gojko Kacar in der Innenverteidigung spielen zu lassen. Kacar ist zumindest zuverlässig. Bei Cléber kann man dagegen immer nur hoffen, dass alles gut geht. Und auf das Prinzip Hoffnung hat der HSV in den vergangenen Jahren schon viel zu häufig gesetzt.

Überfällig ist der Wechsel auf der Linksverteidigerposition. Matthias Ostrzolek ist im Aufbauspiel einfach zu schwach. In Hannover fehlt er wegen der fünften gelben Karte. Deshalb wird Gotoku Sakai von der rechten auf die linke Seite rücken. Sakais Posten als Rechtsverteidiger übernimmt Dennis Diekmeier. Wenn beide gegen 96 überzeugen, sollte der Trainer an dieser Lösung festhalten. Im Sturm könnte angesichts der enttäuschenden Leistungen von Artjoms Rudnevs, Sven Schipplock und Pierre-Michel Lasogga die falsche Neun der richtige Schachzug sein. Eine Offensive mit Nicolai Müller, Aaron, Ivo Ilicevic und Michael Gregoritsch verspricht  spielerische Fortschritte.

zur Startseite

von
erstellt am 26.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen