Weggegrätscht - Die Kolumne : Sie sind verletzt, erschöpft und fertig

shz.de von
12. Juni 2014, 11:47 Uhr

Die Liste ist lang. Verdammt lang. Franck Ribéry, Rafael van der Vaart, Marco Reus, Falcao, Riccardo Montolivo, Cristiano Ronaldo, Luis Suarez. Und und und. Jeder Nationaltrainer würde sich diese Fußballstars in seiner Equipe wünschen.

Dumm nur: Sie sind verletzt, erschöpft. Fertig. Überspielt. Die Fußballfans werden sie bei der WM deshalb gar nicht oder nur teilweise sehen. Schuld sind die Verbände! Die nationalen Rahmenspielpläne und jene der UEFA sowie der FIFA sind so eng gestrickt, dass für Regeneration keine Zeit mehr bleibt. Gestern noch eine Marathon-Saison mit den europäischen Topklubs, Champions League- und Pokal-Finals, nur wenige Tage später eine WM bei 30 Grad und Reisestrapazen in Brasilien.

Durchatmen? Fehlanzeige! Das sind doch Profis, die müssen das aushalten, sagen da einige. Nein! Das sind auch nur Menschen und keine Roboter, sagt der Grätscher.

Apropos Roboter: Vielleicht sollten die Herren Funktionäre, von denen die meisten offenkundig nie selbst Leistungsfußball gespielt haben, für die nächste WM teure Fußball-Androiden entwickeln lassen. Geld genug hat die FIFA in den letzten Jahrzehnten ja schließlich zusammen „gesammelt“. Kleiner Vorteil: Den Fussi-Robots würden auch 40 Grad Celsius in der Wüste von Qatar 2022 nichts ausmachen

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