zur Navigation springen

Komödie „Zartbitter“ : Die Welt der Schokoladenmacher

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Premiere des Forum Theaters Pinneberg: Die Komödie „Zartbitter“ von Lars Lienen begeistert in der Ernst-Paasch-Halle.

Pinneberg | Sie ist frech, witzig, provokant und keck – die Komödie „Zartbitter“ von Lars Lienen begeisterte die Zuschauer im Forum Theater Pinneberg. Die alte Sporthalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, denn alle wollten das Zweimannstück sehen. Schließlich muss es bei einem Theaterstück mit nur zwei Schauspielern nicht heißen, dass es direkt langweilig wird. Kirsten Sörensen (Sam) und Christian Eikhof (Tom) hatten sofort das Publikum auf ihrer Seite und sorgten mit frechen und kecken Sprüchen für zahlreiche Lacher. Das Theaterstück feierte letzten Sonnabend Premiere.

Die erfolgreiche Chocolatiere Sam ist überzeugt davon, dass sie die weltbeste Schokolade herstellt. Als jedoch ihre Chefin Madame Picard ihr einen zweiten Chocolatiere, Tom, zur Unterstützung bereitstellt, versucht die temperamentvolle und aufbrausende Sam diesen sofort wieder loszuwerden.

Als sie dann jedoch Toms Schokolade probiert und diese sie geschmacklich umhaut, beschließt sie, ihm eine kleine Chance zu geben. Es sieht ganz nach einem Happy End aus, hätte Sam nicht erfahren, dass Tom schwul ist. „Du bist eine Schwuchtel?“, fragt sie empört ihren Kollegen.

Das Verhältnis bricht erneut auseinander, weil Sam hasst schwule Männer. Jeden Tag provozieren sich die beiden, bis sie letztendlich feststellen, dass sie mehr gemeinsam haben, als ihnen lieb ist. Regisseurin Katja Korinth war sichtlich stolz auf ihr Werk. „Für mich war es eine sehr entspannte Probephase und eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit den beiden Schauspielern. Beide waren sehr professionell“, erzählte sie. Besonders beeindruckte sie die Furchtlosigkeit der beiden. „Das Stück hat ja schon einige sehr provokante Stellen“, sagte die Regisseurin.

Besonders beeindrucken konnten Sörensen und Eikhof auch mit musikalischen Einlagen. Außerdem wurden passend zu der Komödie selbstgemachte Pralinen vom Forum Theater angeboten. Die Mitarbeiter des Forums hatten an diesem Abend ein weiteres Anliegen. Die Ernst-Paasch-Halle soll nach einem Haushaltsbegleitbeschluss verkauft werden und nicht, wie vorgehabt, zu einem Kulturzentrum werden. Das Forum Theater sieht nun als letzte Chance eine Unterschriftensammlung zum Erhalt der Halle und bat alle Besucher zu unterschreiben.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 17.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen