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Bönningstedt : Die VHS sucht Kooperationspartner

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bönningstedter Bildungseinrichtung des Amts Pinnau führt Gespräche über mögliche Zusammenarbeit mit Quickborn und Pinneberg

von
erstellt am 21.Apr.2015 | 12:15 Uhr

Bönningstedt | „Wir wollen die Volkshochschule auf jeden Fall erhalten“, stellt Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske (BWG) klar. Nachdem bekannt wurde, dass die derzeitige Leiterin Corinna Schumann zum 30. Juni gekündigt hat, befürchteten sowohl Hörer als auch Dozenten, dass dies das Ende der Einrichtung bedeuten könnte.

Wie es weitergehen soll, ist eines der Themen, das der Bönningstedter Ausschuss für Schule, Sport, Kultur, Jugend und Soziales am Donnerstag, 23. April, auf der Tagesordnung hat (19.30 Uhr, Altes Amtsgebäude, Ellerbeker Straße 20). Bereits im Februar hatte der Beirat der Schule Rugenbergen und der VHS die Verwaltung des Amts Pinnau aufgefordert, mit den umliegenden Volkshochschulen Gespräche über mögliche Kooperationen zu führen.

Im Gespräch mit der Stadt Quickborn im März wurden zunächst die Zahlen verglichen. Quickborn hatte im Jahr 2014 insgesamt 350 Kurse mit 7000 Unterrichtseinheiten und einem Unterschuss von 80.000 Euro vorzuweisen. Die VHS des Amts Pinnau hatte bei 371 Kursen und 4451 Stunden einen Zuschussbedarf von 37.721,46 Euro. Zwei Wochen nach dem Gespräch kam aus dem Quickborner Rathaus die Absage: Derzeit könne man sich keine Kooperation vorstellen.

Ein Ergebnis aus Pinneberg steht noch aus. Im Gespräch erklärte Leiter Wolfgang Domeyer, dass es für eine Kooperation eines Beschlusses des VHS-Vorstands bedürfe – und dass eine Zusammenarbeit denkbar sei. Genaue Konditionen seien nach einem möglichen Vorstandsbeschluss zu klären.

Zusammenarbeit oder Eigenständigkeit?

„Die Gemeinden Bönningstedt, Hasloh und Ellerbek müssen uns sagen, was sie wollen“, sagt Detlev Brüggemann, Leitender Verwaltungsbeamter des Amts Pinnau. Eine Kooperation sei ebenso eine Option, wie die VHS mit neuer Leitung in der Eigenständigkeit zu belassen.

Im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert Liske seine Ideen. „Wir müssen ein ganzes Bündel an Maßnahmen schnüren“, sagt er. Dazu gehörten etwa Überlegungen, wie der Anteil an defizitären Kursen für Erwachsene zu senken sei. „In Anbetracht dessen, dass der größte Teil der Hörerschaft aus Hamburg kommt, sollten wir auch über den Aufteilungsschlüssel nachdenken“, so Liske weiter. Die Schnittstellen mit dem SV Rugenbergen sieht Liske ebenfalls als problematisch an: „Beide werden subventioniert und machen sich gegenseitig Konkurrenz, das kann’s nicht sein“, ist er überzeugt.

Letzteres sieht Schumann allerdings anders: „In einem Vertrag mit dem Landesverband ist geregelt, dass die Volkshochschulen ausschließlich Gesundheitskurse geben dürfen“, sagt sie. Überschneidungen gebe es bei allen Volkshochschulen. „Gerade diese Kurse sind in Bönningstedt sehr gut ausgelastet und nicht defizitär“, betont Schumann. Es gebe sicherlich Wege, sich über die Angebote zu verständigen.

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