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Pinneberger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 16:29 Uhr

Amt Pinnau : Die Umlage steigt erheblich an

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pensionsrückstellungen treiben Kosten in die Höhe. 512.800 Euro Mehrausgaben.

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Tangstedt | „Diese Entwicklung ist besorgniserregend“, brachte es der Kummerfelder SPD-Politiker Uwe Hanspach auf den Punkt. Anlass war die Berechnung der Umlage für die Gemeinden des Amts Pinnau, die während der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses vorgelegt wurden.

„Selbst bei Einstellung sämtlicher freiwilliger Leistungen und einer Erhöhung der Hundesteuer um 100 Prozent können wir diese Mehrkosten nicht auffangen“, so Hanspach weiter. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Umlage um 19,1 Prozent – oder 512  000 Euro – auf insgesamt fast 3,2 Millionen Euro an. Erstmals müssen die Kommunen in ihrer Bilanz dabei Pensionsrückstellungen bilden. „Diese Rückstellungen sind der Generationengerechtigkeit geschuldet“, erklärte Detlev Brüggemann, leitender Verwaltungsbeamter. Dabei würde für diejenigen Mitarbeiter, die derzeit im Amt tätig sind, Geld zurückgelegt, um beim Ausscheiden davon die Pension bezahlen zu können. „Diese Rücklagen sind mit Einführung der Doppik als neuer Posten in der Bilanz auszuweisen“, erklärt dazu Rüdiger Schöning, Experte für Rechnungs- und Gemeindeprüfung bei der Kreisverwaltung.

Es gehe in erster Linie darum, die bestehenden Verpflichtungen buchhalterisch darzustellen. „Das Bild, dass diese Summen in einen Tresor gelegt und bis zum Pensionseintritt nicht angetastet werden, stimmt so nicht“, erläutert Schöning. Lediglich für die bereits pensionierten Beamten müssten die Kommunen Beiträge an die Versorgungsausgleichskasse (VAK) gezahlt werden.

Für die Gemeinden des Amts Pinnau bleibt ein strukturelles Defizit bestehen. Der Vorsitzende des Finanz- und Personalausschusses, Wilfried Hans (CDU), schlug deshalb vor, bis zur nächsten Sitzung des Gremiums einen Ausblick auf den Haushalt 2016 zu erarbeiten. Außerdem sollen die Zahlen des laufenden Haushalts vorgelegt werden. „Wir müssen rechtzeitig anfangen, mit den Zahlen zu arbeiten um reagieren zu können“, sagte Hans. Sein Vorschlag wurde zur Abstimmung gestellt und einstimmig befürwortet. Der Haushalt wurde bei drei Enthaltungen genehmigt.

  • Borstel-Hohenraden: 493.928 Euro (plus 15,4 Prozent)
  • Ellerbek: 1.203.483 Euro (plus 30,2 Prozent)
  • Kummerfeld: 506.966 Euro (plus 18,9 Prozent)
  • Prisdorf: 496.696 Euro (plus 8,3 Prozent)
  • Tangstedt: 491.827 Euro (plus 11,1 Prozent)
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