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Kultur in Pinneberg : Die Theatervereine erhalten eine Gnadenfrist

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Spielsaison in der Ernst-Paasch-Halle soll bis Ende des Jahres verlängert werden.

von
erstellt am 06.Mär.2015 | 16:15 Uhr

Pinneberg | Bühnenstücke, prächtige Kostüme und eine ausgefallene Choreografie sind ihre große Leidenschaft. Die Zuschauer für zwei Stunden bestens zu unterhalten, ihr ehrenwertes Anliegen. Doch Pinnebergs Theatervereine haben derzeit eine Baustelle, die nichts mit Kreativität zu tun hat. Die Aufführungen in ihrer bisherigen Spielstätte sind wegen Fremdnutzung in Gefahr. Am Mittwochabend haben die Spielleute jedoch eine Gnadenfrist bekommen: Die Mitglieder des Pinneberger Kulturausschusses haben dem Forum Theater und den Pinneberger Bühnen vorerst eine Spielzeit bis Ende 2015 in der Ernst-Paasch-Halle und dem Geschwister-Scholl-Haus zugesagt. Das gilt ebenso für die Musikschule.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte die SPD. Die Genossen schlugen eine Fristverlängerung vor. Darüber sollte am Mittwochabend beraten werden. Doch beim Thema Ernst-Paasch-Halle haben sich in den vergangenen Tagen Veränderungen durch die Vorschläge der Verwaltung ergeben. Diese sehen vor, die Ernst-Paasch-Halle für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen und Obdachlosen zu nutzen. Doch wie soll man beide Anträge nun unter einen Hut bringen?

SPD und Verwaltung zogen dennoch an einem Strang und modifizierten den Antrag: Sofern sich bereits im Laufe des Jahres geeignete Nutzungsalternativen ergeben, wird ein Wechsel der Spielstätte angestrebt, lautet der Zusatz. Ob die Ernst-Paasch-Sporthalle tatsächlich zur Unterkunft für Asylbewerber umgewidmet wird, muss in der kommenden Woche der Sozialausschuss am 11. März und die Ratsversammlung am 26. März beschließen.

„Entscheidend war für uns mehr Planungssicherheit für das Forum Theater und die Pinneberger Bühnen. Das haben wir mit unserem Antrag, dem mit großer Mehrheit gefolgt wurde, erreicht. Das Thema wird uns weiter begleiten“, sagte Herbert Hoffmann (SPD). Der Beschluss sieht weiter vor, dass die Vertreter des Forum Theaters und die Pinneberger Bühnen gemeinsam mit der Stadtverwaltung kurzfristig Gespräche mit der Schulleitung der Kreisberufsschule zwecks Auslotung der Nutzungsmöglichkeit der Aula der Kreisberufsschule führen.

Dass die dortige Aula zur Spielstätte der Theatervereine wird, ist immer wahrscheinlicher. Nicht nur die Pinneberger SPD, sondern auch die Kreis-CDU liebäugeln mit diesem Gedanken. Bei den Vertretern der Theatervereine hält sich die Freude indes in Grenzen. In der Planung der Fraktionen war ursprünglich eine Spielzeitverlängerung bis Mai 2016 angedacht. „Ich hätte lieber Gewissheit bis zum Frühjahr 2016, weil ich jetzt mit den Verlagen über die Stücke spreche, die wir spielen wollen. Sonst bekommen andere Theatervereine die Rechte zugesprochen“, sagt Peter Heinitz, Zweiter Vorsitzender der Pinneberger Bühnen.

„Das ist eine erneute Wende, die wir verdauen müssen. Wir werden bei unserer nächsten Mitgliederversammlung am 20. März mit den Mitgliedern darüber beraten“, sagt Andreas Hettwer, Vorsitzender des Forum Theaters. So stelle sich beispielsweise die Frage, ob der Theaterfundus in der Berufsschule Platz habe.

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