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Pinneberger Tageblatt

13. Dezember 2017 | 18:18 Uhr

Hasloh : Die Suche nach Baulücken

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Gesetzesnovelle fordert von den Gemeinden eine verstärkte Nutzung freier Flächen im Innenbereich.

von
erstellt am 30.Okt.2015 | 13:00 Uhr

Hasloh | Mit einem kurzen Vortrag zu einer Änderung im Baugesetzbuch, die im Mai 2013 in Kraft getreten war, machte Kevin Kieselbach von der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft die Mitglieder des Hasloher Umweltausschusses während der jüngsten Sitzung vertraut. „Demnach soll vorrangig die Innenentwicklung vorangetrieben werden“, erläuterte Kiseselbach.

Dies bedeute, dass die Potenziale von Baulücken und Leerständen in Hasloh ermittelt werden müssten. „Im Umweltausschuss sollen dabei der Klimaschutz, der Landschaftsschutz und der Umweltschutz als Kriterien herangezogen werden“, erklärte Kieselbach. Statt Baugebiete auf der grünen Wiese auszuweisen müssten Gemeinden zuerst prüfen, ob und wo entlang bereits erschlossener Straßen eine Bebauung vorhandener Lücken möglich sei.

„Das bedeutet zum Beispiel auch, dass jetzt das Bauen in zweiter Reihe entlang der Kieler Straße möglich ist“, nannte der Verwaltungsmitarbeiter als Beispiel. „Aus Sicht der Verwaltung gibt es in Hasloh erhebliches Potenzial: im Rotdornweg, am Alten Kirchweg Ecke Achtern Felln oder der Kirschenallee“, zählte Kieselbach auf. Die Rahmenbedingungen für die Ausschöpfung des Potenzials müssten von der Gemeinde geschaffen werden. „Die Planungshoheit hat die Gemeinde, allerdings pocht das Kreisbauamt auf die Einhaltung der Maßgaben zur Verdichtung der Bebauung“, erläuterte Kieselbach.

Thomas Krohn (CDU) und Kay Löhr (FDP) wollten daraufhin wissen, inwiefern die Planungen zum zweiten Bauabschnitt der Neuen Mitte von der Novelle betroffen seien. „Ohne die Möglichkeiten im Innenbereich auszuschöpfen, die umsetzbar sind, könnte es schwierig werden, neue Gebiete auszuweisen“, sagte Kieselbach. Baurechtlich sei das Gelände der Neuen Mitte als landwirtschaftliche Fläche anzusehen – auch, wenn sie ringsum bebaut sei. „Hasloh muss sich positionieren und jetzt in den Fraktionen besprechen, wie die weitere Bauleitplanung aussehen soll“, stellte Kieselbach klar. Bereits in der Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch, 18. November, werde ein Bauauntrag für den Innenbereich beraten, kündigte Kieselbach an. Es sei von Vorteil, wenn sich die Politiker im Vorfeld mit dem Thema vertraut machten.

NOVELLE BAUGESETZBUCH Innenentwicklung

Neu ist, dass das Ziel der Bauleitplanung die vorrangige Entwicklung der Innenräume ist. Wollen Städte oder Gemeinden neue Flächen erschließen, sind sie verpflichtet darzulegen, dass vorhandene Potenziale geprüft und gegebenenfalls ausgeschöpft wurden. Eine erhöhte Begründungspflicht gilt insbesondere für Flächen, die landwirtschaftlich oder als Wald genutzt werden.

 
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