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Pinneberger Tageblatt

19. August 2017 | 21:14 Uhr

Die Stärken des Dorfs herausarbeiten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gemeinde Tangstedt will ein Entwicklungskonzept erstellen lassen

Wo sehen sich Tangstedts Bürger in 20 Jahren und wie stellen sie sich das Dorfleben vor? Um diese Fragen zu beantworten, will die Gemeinde ein Dorfentwicklungskonzept erarbeiten lassen. Während der jüngsten Sitzung des Bau-, Wege- und Umweltausschusses haben drei Planungs- und Architektenbüros ihre Konzepte vorgestellt.

Den Anfang machte Sebastian Stegemann von WRS Architekten und Stadtplaner aus Hamburg. „Das Verfahren ist langwierig, wird dabei jedoch an den Bedürfnissen der Bürger ausgerichtet“, erklärte der Projektleiter. Ein idealtypischer Zeitraum sei etwa bis Januar 2017. Die Gemeinde Tangstedt sei von der Wohndichte mit 44 Einwohnern pro Hektar hoch aufgestellt. „Sie haben dafür ein recht kleines Siedlungsgebiet, haben also recht kompakt alles gestaltet. Das ist grundsätzlich gut“, erklärte Stegemann. Aus stadtplanerischer Sicht sei dieser Zustand erstrebenswert.

Im Anschluss stellten Dorle Danne und Anne Nachtmann von dn Stadtplanung aus Pinneberg ihr Büro vor. Beide betonten, wie individuell die Konzepte in Gemeinden aussehen können. „Jedes Dorf hat seinen ganz eigenen Charakter und legt auf etwas anderes seinen Fokus“, sagte Danne.


Bürger werden von Beginn an einbezogen


Es entstehe ein flexibles Konzept, dass den Wünschen der Tangstedter stets angepasst werden könne, sagte Nachtmann. Auch Danne und Nachtmann rechnen mit einem Zeitplan von etwa einem Jahr bis zur Fertigstellung des Konzepts.

Stefan Escosura, Geschäftsführer von der AC Planungsgruppe in Itzehoe, betonte, dass sich mit Hilfe eines Dorfentwicklungskonzeptes vieles in der Gemeinde bewegen könne und die Menschen zusammenbringe. „Man muss darauf achten, Vereine und Verbände früh genug mit ins Boot zu holen“, sagte Escosura. Der Plan müsse von den Bürgern Tangstedts mit Leben gefüllt werden denn „nur zusammen funktioniert das Ganze“. Nur so könne eine passgenaue Lösung für das Dorf gefunden werden.

Alle drei Büros betonten, dass es essenziell notwendig sei, die Bürger Tangstedts in die Planung miteinzubeziehen, die aus einer ständigen Diskussion heraus entstehen müsse. Die Arbeitsschritte der Büros sehen sehr ähnlich aus. Alle wollen anfangs Wünsche und Anregungen der Bürger zusammentragen. Danach werde in einer Analyse überprüft, ob diese auch realisierbar seien und danach erneut das Gespräch mit den Bürgern gesucht. „Unsere Arbeit besteht darin, die Stärke der Gemeinde zu finden und diese herauszuarbeiten“, sagte Escosura abschließend. Über das weitere Vorgehen beriet das Gremium anschließend im nicht-öffentlichen Teil.

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