Die Stadt der Spitzenforschung

Visualisierung des Besucherzentrums oder Science Centers in Schenefeld – so könnte es einmal aussehen.
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Visualisierung des Besucherzentrums oder Science Centers in Schenefeld – so könnte es einmal aussehen.

Ein Blick in die Glaskugel: Wie könnte Schenefeld sich durch XFEL bis zum Jahr 2050 entwickeln?

shz.de von
18. August 2018, 16:00 Uhr

Das florierende Forschungsgelände an der Holzkoppel ist weit in die Höhe gewachsen und hat sich unter der Erde weiter ausgebreitet. Im Umfeld stehen Hotels, die fast immer ausgebucht sind. Schenefeld ist weltbekannt als „EU-Stadt der Spitzenforschung“. Auf dem Parkplatz vor dem Besucherzentrum bei European XFEL kommen täglich viele Gruppen aus aller Welt an, um sich über den Ort zu informieren, in dem Erkenntnisse gewonnen wurden, die letztlich zu mehreren renommierten wissenschaftlichen Preisen für Physik, Chemie und Medizin – darunter ein Nobelpreis – geführt haben. Die Forschung der kleinsten Teilchen hat dazu beigetragen, dass Krebs schneller erkannt und besiegt werden kann. Technische Erneuerungen haben es ermöglicht, dass Epidemien früh erkannt werden. Außerdem kann endlich die Photosynthese so nachempfunden werden, dass die Kraft der Sonne nun perfekt genutzt wird. Atom- und Kohlekraftwerke werden schon lange nicht mehr benötigt, um Energie zu erzeugen. Die Energiewende hat den Klimawandel aufgehalten. Überall auf der Welt arbeiten Öko-Initiativen daran, den Planeten zu erhalten und zu schützen. Die Vereinigten Staaten von Amerika wurden vom Verweigerer zum Vorreiter der Bewegung – unter der Führung der zweiten Präsidentin des Landes: Malia Obama, die Tochter von Barack und Michelle Obama.

Die Stadt Schenefeld ist so stark angewachsen, dass Hamburg sich doch noch erweichen lässt, eine elektrisch betriebene S-Bahn bis nach Schenefeld zu führen. Verkehrslärm gibt es nicht mehr, denn die elektrischen Fahrzeuge auf den Straßen und auf Schienen sind sehr leise unterwegs. Seit dem Verbot von Verbrennungsmotoren fahren auf der Altonaer Chaussee nur noch Elektroautos im neuen Stadtkern zwischen Einkaufszentrum und dem neuen Energieeffizienz-Rathaus, das gern als Vorbild genommen wird für Neubauten. Das Areal zwischen dem „Stadtzentrum“ und Rathaus in Schenefeld ist von E-Autos besiedelt. Aber Kosten stellen durch die rege fließenden Gewerbesteuern eh kein Problem mehr da. Daneben wird flaniert. Kinder spielen im Sandkasten, Mütter und Väter sitzen im Café oder erledigen ihre Einkäufe.

Schenefeld ist stolz auf seine Forschungseinrichtung. Rathaus und Schulen pflegen einen engen Kontakt zu den Wissenschaftlern. Schließlich haben sie dazu beigetragen, dass aus einer Kleinstadt in der Metropolregion die „EU-Stadt der Spitzenforschung“ wurde.

www.xfel.eu

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