Theater-Krise in Pinnneberg : Die SPD will den Theatern Zeit verschaffen

Die 1891 fertig gestellte Ernst-Paasch-Halle soll zu einem Kulturzentrum umgebaut werden. Doch die Planungen stecken noch in den Kinderschuhen.
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Die 1891 fertig gestellte Ernst-Paasch-Halle soll zu einem Kulturzentrum umgebaut werden. Doch die Planungen stecken noch in den Kinderschuhen.

Antrag: Ernst-Paasch-Halle als Spielstätte zumindest bis Mai 2016 erhalten.

shz.de von
21. Januar 2015, 14:00 Uhr

Pinneberg | Die Theater-Krise spitzt sich zu. Nur noch bis Mai 2015 haben die Pinneberger Amateur-Ensembles Klarheit. Bis dahin dürfen die Ernst-Paasch-Halle an der Lindenstraße sowie das „Geschwister-Scholl-Haus“ an der Bahnhofstraße als Spielstätten genutzt werden. Danach wird’s ungewiss. Eben das will Pinnebergs SPD jetzt ändern. Und zwar mit einem Antrag für den Kulturausschuss, der Anfang Februar tagt. Stimmt die Politik dem Ansinnen der Sozialdemokraten zu, wird den Theatern eine weitere Spielzeit an den bisherigen Spielorten ermöglicht.

Hintergrund des SPD-Vorstoßes: Bestrebungen, aus der Ernst-Paasch-Sporthalle ein Kulturzentrum zu machen, stecken trotz Willensbekundungen noch in den Kinderschuhen. Mit kurzfristigen politischen Beschlüssen ist nicht zu rechnen, da Pinneberg hoch verschuldet ist und jeden Euro umdrehen muss. Zunächst einmal müssten daher die Kosten eines Umbaus ermittelt werden, so der Sozialdemokrat Herbert Hoffmann. „Das kann aus heutiger Sicht noch dauern“, sagt der Sprecher der SPD. Die Theatervereine bräuchten hingegen jetzt Planungssicherheit.

Unabhängig von der mittelfristigen Entscheidung für die Freigabe der Ernst-Paasch-Halle sollen Bestrebungen, an der Lindenstraße ein Kulturzentrum auf die Beine zu stellen, weiterverfolgt werden, das macht Hoffmann klar. Allerdings haben die Sozialdemokraten auch eine Alternative ins Auge gefasst. Wie unsere Zeitung bereits gestern berichtete, wird hinter den Kulissen über eine Kooperation mit der derzeit im Bau befindlichen Kreis-Berufsschule diskutiert. Die dortige Aula könnte mehr als 200 Theaterbesuchern Platz bieten. Hoffmanns SPD wird Anfang Februar darauf drängen, die Gespräche zu intensivieren. Seitens der Stadtverwaltung müsse „kurzfristig aufgezeigt werden, ob die Aula der Schule als Bühne für Pinnebergs Theatervereine nutzbar wäre“.

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