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Pinneberg : Die SPD kämpft für ein Kulturzentrum

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ernst-Paasch-Halle: Genossen wünschen sich Unterstützung aus Bevölkerung.

Theaterleute, Maler, Literaten, Musiker und eine Lichtkünstlerin – Pinneberg hat viele Kulturschaffende. Doch die brauchen auch eine repräsentative Bühne. „Für die Sozialdemokraten ist und war die Ernst-Paasch-Halle stets die Chance zu einem Kulturzentrum und einer Heimat für viele Kulturschaffende im Kern der Stadt Pinneberg. Daran hat sich im Prinzip nichts geändert“, sagt Herbert Hoffmann, Sprecher der SPD-Fraktion. Den Vorschlägen der Stadt, dort Flüchtlinge unterzubringen, erteilen die Sozialdemokraten eine Absage. Diese Art der Unterbringung hat nichts mit einer halbwegs vernünftigen Willkommenskultur zu tun, mahnt die SPD an.

Die zentrale Herausforderung sei nach wie vor, mit knappen Haushaltsmitteln auszukommen und gleichzeitig bürgerliches Engagement zu aktivieren. „Klar ist jedoch auch, dass eine nachhaltige Finanzierung eines Kulturzentrums nicht ohne eine breite Unterstützung aus der Pinneberger Bevölkerung zu stemmen ist“, ergänzt die SPD-Fraktionsvorsitzende Angela Traboldt.

„Wir bauen darauf, dass sich viele Privatpersonen als auch Gewerbetreibende und Unternehmen für eine feste Kulturstätte in ihrer Heimatstadt engagieren“, so Hoffmann, für den klar ist, dass in den nächsten Monaten eine abschließende Entscheidung getroffen werden muss. „Die Kulturschaffenden in dieser Stadt brauchen Planungssicherheit über das Jahr 2015 hinaus“, so die Forderung. Bisher konnte für die Pinneberger Bühnen und das Forum Theater mindestens der Spielplan für das Jahr 2015 durch Beschluss abgesichert werden.

Doch was geschieht dann? Das Forum Theater zum Beispiel hat seinen ganzen Fundus in der Ernst-Paasch-Halle untergebracht. Die Sozialdemokraten benötigten einen verlässlichen Kostenrahmen, um gegebenenfalls Vergleiche mit anderen Angeboten in der Stadt sachgerecht prüfen zu können. Im Gespräch ist eine Nutzung der Aula in der Berufsschule.

Dass die Stadt als Besitzer die ehemalige Turnhalle abreißt und auf dem Gelände ein Kulturzentrum baut, ist wegen der finanziellen Situation unwahrscheinlich. Wegen des defizitären Haushalts ist der finanzielle Spielraum gering. Allerdings gab es Gespräche mit der Baugenossenschaft „Neue GeWoGe“, die das Kulturzentrum bauen soll. Dabei hatte die Stadt den Wunsch geäußert, die historische Fassade zu erhalten.

„Wir haben bisher kein Konzept erstellt“, sagt GeWoGe-Vorstand Kai Lorenz auf Anfrage dieser Zeitung. Man habe zunächst die finanziellen Rahmenbedingungen erfasst und der Verwaltung vorgelegt. Danach liege der Mietzins bei 22 bis 24 Euro pro Quadratmeter. „Ein derartiges Vorhaben muss auch realisierbar sein“, so Lorenz. Da die Halle 550 Quadratmeter und die Spielfläche 288 Quadratmeter groß sind, wären pro Monat mehr als 12    100 Euro Miete fällig – eine Summe, für die die Stadt wohl nicht aufkommen könnte.

Die SPD-Fraktion habe die Verwaltung bereits mehrfach aufgefordert, endlich nachvollziehbare Zahlen für den Erhalt der Kulturstätte vorgelegt zu bekommen. Im Ausschuss für Kultur, Sport und Jugend soll in der Mai-Sitzung ein aktueller Kostenrahmen vorgelegt werden.
 

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erstellt am 18.Mär.2015 | 16:21 Uhr

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