Pinneberg : Die SPD hofft auf Kultur-Investoren

Das Ziel: Mit knappen Haushaltsmitteln auszukommen und gleichzeitig bürgerliches Engagement aktivieren.
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Das Ziel: Mit knappen Haushaltsmitteln auszukommen und gleichzeitig bürgerliches Engagement aktivieren.

Sozialdemokraten sprechen sich für den Erhalt der Ernst-Paasch-Halle aus – und appellieren an Unternehmen, sich zu engagieren.

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04. November 2014, 10:00 Uhr

Pinneberg | Pinnebergs Sozialdemokraten hoffen auf Unternehmen und Privatinvestoren, die den Kulturstandort sichern. Das ist ein Ergebnis der jährlichen Klausurtagung der Pinneberger SPD-Fraktion im Karolinenkoog.

„Wir haben intensiv über den Kulturstandort Pinneberg gesprochen“, so der kulturpolitische Sprecher Herbert Hoffmann: „Die zentrale Herausforderung wird es sein, mit knappen Haushaltsmitteln auszukommen und gleichzeitig bürgerliches Engagement zu aktivieren“, sagt der Ex-Parteichef. Hintergrund: Pinneberg ist unter den finanzpolitischen Rettungsschirm des Landes Schleswig-Holstein geschlüpft. Um an Millionenspritzen aus Kiel zu kommen, muss die Stadt an allen Ecken und Enden sparen – und Einnahmepotenzial so weit wie möglich ausschöpfen.

Vor allem die Zukunft der Ernst-Paasch-Halle habe im Mittelpunkt der Diskussion gestanden, so Hoffmann. Seit Jahren wird darüber diskutiert, die Sporthalle in ein Kulturzentrum zu verwandeln. Ziel der Pinneberger SPD sei der Erhalt des stadtbildprägenden Gebäudes für Pinnebergs Kulturschaffende. „Für uns ist jedoch klar, dass eine nachhaltige Finanzierung eines solchen Zentrums nicht ohne Unterstützung aus der Pinneberger Bevölkerung zu stemmen ist“, so die Fraktionsvorsitzende Angela Traboldt. „Wir sind dabei auf Ideen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern angewiesen und wünschen uns eine breite Diskussion.“ In diesem Zusammenhang hoffen die Sozialdemokraten auf eine rege Beteiligung bei der Einwohnerversammlung am Donnerstag, 6. November, im Pinneberger Ratssaal. „Wir können uns vieles vorstellen, aber nur wenig leisten, deshalb rufen wir sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende und Unternehmen auf, sich für ihre Heimatstadt zu engagieren“, so Hoffmann, für den klar ist, das in den nächsten Monaten eine Entscheidung getroffen werden muss: „Die Kulturschaffenden in dieser Stadt brauchen Planungssicherheit.“

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