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Kreis Pinneberg : Die Schmutzwassergebühr bleibt stabil

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Mitglieder des Abwasser-Zweckverbands Pinneberg zahlen weiterhin 1,17 Euro pro Kubikmeter dreckiges Wasser.

Hetlingen | Die zentrale Schmutzwassergebühr des Abwasser-Zweckverbands Pinneberg (AZV) bleibt unverändert bei 1,17 Euro pro Kubikmeter. Die Mitglieder des Verbands müssen diese Gebühr für die Nutzung des regionalen Sammlernetzes und für die Reinigung des Abwassers entrichten. Während der Verbandssitzung am Montagabend warnte Christine Mesek, Vorstand des Tochterunternehmens AZV Südholstein, jedoch: „ Wir müssen bereits auf Rückstellungen zurückgreifen. Das heißt, wir werden nicht ewig bei 1,17 Euro bleiben können.“ Roland Krügel, Vorsitzender der Verbandsversammlung, sagte: „Wir konnten jedoch in den letzten Jahren die Preise immer für mehrere Jahre halten.“

Die Umsatzerlöse für das Jahr 2014 betragen für den AZV Pinneberg etwa 35 Millionen Euro. Nach Angaben des Verbandes wurden im vergangenen Jahr circa 31 Millionen Kubikmeter Wasser gereinigt, dabei wurden etwa 91 Prozent des eingeleiteten Stickstoffs und 97  Prozent des Phosphors entfernt. Ab 2016 wird der Betrieb der Kläranlangen komplett mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. Investitionen für etwa 26 Millionen Euro plant der AZV für das kommende Jahr. 14 Millionen Euro davon sind für Bauarbeiten im Klärwerk in Hetlinge, der Kläranlagen in Lentföhrden (Kreis Segeberg) und auf Helgoland vorgesehen. Auf der Hochseeinsel ist der AZV seit 2014 für die Abwasserentsorgung zuständig. Nun soll dort die Kläranlage neu gebaut werden, zunächst müssten jedoch erst eine Kampfmittel beseitigt werden, wie Vorstand Mesek in ihrem Bericht erklärte.

Eines der größten geplanten Bauprojekte für das bevorstehende Jahr ist die Sanierung eines Schachtes sowie der zugehörigen Druckrohrleitung im Bereich des Pinnaudückers. Eines der Pumpwerke in Elmshorn wird mit zusätzlicher Maschintechnik ausgestattet, um auch nach einem Ausfall einzelner Pumpen oder Anlagenteile eine sichere Abwasserentsorgung gewährleisten zu können. Zudem sind in Barmstedt Arbeiten am Ortskanalisationsnetz für rund zwei Millionen Euro geplant. Auch die Ortsnetze in Ellerhoop, Hemdingen, Bokholt-Hanredder und im Bereich des Amts Pinau sind vorgesehen. In Borstel-Hohenraden werden zudem 90.000  Euro in das Niederschlagswassernetz investiert, da der AZV dort für die Niederschlagswasserbeseitung zuständig ist. Laut AZV würden aktuell noch zwei weitere Mitglieder darüber nachdenken, diese Aufgabe dem Zweckverband zu übertragen.

Der Verband, in dem 40  Städten, Ämtern und Gemeinden Mitglied sind, stimmte für die Aufnahme der Gemeinden Borstel-Hohenraden, Kummerfeld, Prisdorf und Tangstedt. Die Orte waren bisher über das Amt Pinnau beim AZV vertreten. Durch rechtliche Konstruktionen mussten die Gemeinden daher bisher die Aufgaben im Schmutzwasserentsorgung an das Amt übertragen, dass diese Aufgabe dann an den AZV übertragen würde. Nun sind die Gemeinden ab Januar selbst in dem Verband vertreten.

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erstellt am 09.Dez.2015 | 00:34 Uhr

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