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Elmshorner Tafel : "Die Schere geht weiter auseinander"

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Elmshorner Pastor und Leiter der dortigen Tafel, Hans-Peter Mumssen, sagt: In der Krückaustadt gibt es immer mehr Bedürftige.

Angesichts der Situation in der Hansestadt, wo laut Hamburger Abendblatt erstmals von den dortigen Tafeln neue Berechtigungsscheine für weiter hinzugekommene, berechtigte Hilfeempfänger abgelehnt werden mussten, können die Tefelleitungen im Kreis Pinneberg – vorerst, wie sie betonen – Entwarnung geben.

Weder in Schenefeld, noch in Wedel, Uetersen, Elmshorn oder in Pinneberg habe man Bedürftige abweisen müssen. Doch sei ihre Zahl, zumindest in Elmshorn, zwar nicht dramatisch, aber eben doch gestiegen. „Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander, das können wir in unserer täglichen Arbeit beobachten“, sagt Pastor Hans-Peter Mumssen, Leiter der in das Christus Zentrum Arche in der Lornsenstraße eingebundenen Tafel. Die, denen es finanziell immer besser ginge, würden ebenso mehr werden wie diejenigen, die „durch das Raster des Systems“ fallen und sukzessive alles verlieren: zuerst den Job, dann die Familie, danach die Wohnung oder das Haus – später käme die Straße.

Angesichts dieses Auseinanderdriftens der verschiedenen Bevölkerungsschichten, das auch Mathias Schmitz, Leiter der Schenefelder Tafel, sieht, kann er nicht vestehen, „dass es heute noch Handelsketten gibt, die ihre unverkäuflichen Lebensmittel einfach in den Müll und nicht uns geben“. Im Augenblick habe man in der Ausgabe noch Überschüsse, die man nach Hamburg-Osdorf weitergebe, wo die Tafel von der Hamburger Krise besonders betroffen wäre. „Doch wie lange noch?“, fragt sich Schmitz.

Wie schon seine Kollegin in Uetersen, die sich für die Hilfe der örtlichen REWE-Händern bedankt, ist auch Schmitz voller Lob: „Die meisten Ketten handeln vorbildlich.“

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