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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 02:54 Uhr

Appen : Die Post bleibt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Maren Sauter übernimmt das Geschäft an der Hauptstraße und verhindert damit das drohende Aus.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2015 | 14:00 Uhr

Appen | Ihre Vorgänger waren aus Appen mehrere Jahrzehnte nicht wegzudenken. Lotto, Post, Zeitschriften, Getränke - der Laden von Karen und Manfred Ramcke an der Hauptstraße war ein fester Anlaufpunkt für die Bewohner der 5000-Einwohner-Gemeinde. Nun ist das Ehepaar in den Ruhestand gegangen und hat das Geschäft an Maren Sauter übergeben. „Ich wünsche mir, dass ich auch eine solche Institution im Ort werden kann“, sagt Sauter.

Die 45-Jährige lebt seit 2009 in Appen. Sie mag den Ort und die Menschen. „Mit der Übernahme des Ladens erfülle ich mir einen Traum“, erklärt die neue Inhaberin. Die Mutter zweier Kinder arbeitete 25 Jahre bei der Stadt Pinneberg, hatte aber nach eigener Aussage „keine Lust mehr auf einen tristen Bürojob“. Also griff sie zu, als sie erfuhr, dass Karen und Manfred Ramcke Nachfolger suchen. Die hatten lange vergeblich nach einem neuen Betreiber Ausschau gehalten und hätten den Laden zum 31. Dezember 2014 aufgegeben.

Dem Ort hätte damit nach dem Ende der Polizeistation, der Sparkasse und des Gasthofs Krögers mit dem Verlust von Post und Lotto ein weiterer herber Einschnitt gedroht. Mit der Aufgabe des vermutlich ältesten Geschäfts in Appen wäre ein Stück Ortsgeschichte zu Ende gegangen. Dementsprechend groß ist die Erleichterung, dass es an der Hauptstraße 24 weitergeht. Viele Appener hätten ihr gesagt, wie froh sie sind, dass der Laden Appen erhalten bleibt, erklärte Sauter. Sie musste im vergangenen Monat Lotto-Lehrgänge absolvieren, ließ sich von Karen und Manfred Ramcke einarbeiten und baute gemeinsam mit ihrem Mann Peter alles nach ihren Vorstellungen um. Nun kann sie endlich durchstarten. Den Ramckes ist sie für deren Unterstützung enorm dankbar. „Es ist toll, wie sie uns helfen“, betont Sauter.

Sie will nicht nur die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgänger weiterführen, sondern auch eigene Akzente setzen. Das zeigt schon der neue Name. „Düt Un Dat Bi Karen“ wird zu „Marens LaDiDa“ - „Marens Laden für dies und das“, erklärt Sauter schmunzelnd. Sie konzentriert sich nicht nur auf das bisherige Kerngeschäft. So öffnet die 45-Jährige ab der kommenden Woche von Montag bis Freitag bereits um 6 Uhr und verkauft Brötchen. Mittags wird demnächst zudem ein kleiner Imbiss möglich sein.

Der Laden soll außerdem weiter ein Treffpunkt bleiben, an dem Neuigkeiten aus dem Ort ausgetauscht werden. Darauf freut sich Sauter schon jetzt. „Ich habe das Geschäft schließlich auch deshalb übernommen, weil mir bei meiner früheren Arbeit der direkte Kontakt zu den Menschen gefehlt hat“, sagt sie.

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