Schulsanierung in Quickborn : Die Politiker sind sich fast einig

Die Quickborner Politiker sind sich fast einig über die Sanierungsvarianten für das Elsensee-Gymnasium und das ehemalige Realschulgebäude Heidkamp im Schulzentrum-Süd.
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Die Quickborner Politiker sind sich fast einig über die Sanierungsvarianten für das Elsensee-Gymnasium und das ehemalige Realschulgebäude Heidkamp im Schulzentrum-Süd.

Debatte über Bauvarianten für Elsensee-Gymnasium und Ex-Realschulgebäude.

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15. Januar 2015, 10:00 Uhr

Quickborn | Nein, es gibt noch keine endgültige Entscheidung. Diese wurde auf den 5. Februar vertagt. Aber die Quickborner Politiker sind sich fast einig über die Sanierungsvarianten für das Elsensee-Gymnasium und das ehemalige Realschulgebäude Heidkamp (RSH) im Schulzentrum-Süd. Fachbereichsleiter Ralf Gercken stellte die Varianten am Dienstagabend in der Mensa der Comenius-Schule den Mitgliedern der jeweiligen Ausschüsse für Bildung, Kultur und Freizeit sowie für Kommunale Dienstleistungen vor.

Im Wesentlichen ging es bei diesem neuen Entwurf darum, die Kosten zu senken – so der Auftrag der Politik. Das ist mit dem neuen Maßnahmenkatalog auch gelungen: Die ursprüngliche Schätzung belief sich auf 15,5 Millionen Euro, jetzt ist man bei 15 Millionen Euro.

Diskussionspunkte gab es hinsichtlich der vermeintlich schlechten Belüftung: Die Verwaltung und das beauftragte Unternehmen aus Eutin sieht den Einbau einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vor. Unter anderem warf Wolfgang Tröger (SPD) die Frage auf, ob diese überhaupt installiert werden müsse. Drei seiner Kinder hätten ohne Schaden das Elsensee-Gymnasium bis zum Abitur besucht.

Für gesunde Arbeitsbedingungen sorgen

Doch Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) appellierte an die Politiker: „Wenn man ein Gebäude saniert, sollte man zukunftsträchtig für gesunde Arbeitsbedingungen sorgen.“ Zumal es auch mehrere Luftmessungen gab, die keine zufriedenstellenden Ergebnisse brachten.

Die Grünen sehen das ähnlich: „Man kann nicht alle 20 Minuten das Fenster aufreißen“, sagte Marion Rodde. Die CDU gab zu bedenken, dass durch die Belüftungsanlage die Raumhöhe eingeschränkt werde. „Wir versuchen, das zu optimieren“, antwortete Gercken. Die FDP, die gegen den Umzug der Grundschule ist, äußerte sich an diesem Abend nicht zu den Varianten.

Silke Binger, Schulleiterin der Quickborner Goethe-Schule, konnte zwar nicht persönlich an der Sitzung teilnehmen, hatte jedoch eine schriftliche Stellungnahme zu verschiedenen Punkten eingereicht. Immerhin soll die Goethe-Grundschule von der Goethe-Straße in das RSH-Gebäude umsiedeln.

Einsparung von 340.000 Euro möglich

Binger nahm in den Schreiben unter anderem Stellung zu der Heizung. Aus Kostengründen sieht die von der Verwaltung vorgeschlagene Variante eine feste Temperatureinstellung vor. Mit einer Einsparung von 340.000 Euro sei laut Verwaltung zu rechnen. Es sei indes nicht möglich, so Bingers Einwand, die Temperatur um drei Grad plus oder minus manuell zu regeln. Das aber wünscht sie sich. Ihr Vorschlag stieß auf positive Rückmeldungen.

Auch Bingers Wunsch, die Blenden in den Fenstern auszutauschen, wurde im Ausschuss wohlwollend aufgenommen. Die Fenster seien mit schwarzen Blenden versehen, die die Klassenräume sehr dunkel machten, so Bingers Argumentation. Für diese Variante sollen nun die Kosten ermittelt werden. Und auch Bingers Vorschlag, nur die Klassenräume mit Waschbecken auszustatten und die alten Becken zu verwenden, kam ebenfalls gut in Ausschuss an. Das wird auch geprüft. Über den Zeitplan der Sanierung konnte Gercken keine Aussagen machen. „Es muss erst ein Projektbeschluss vorliegen“, sagte er. Fest steht, dass es wohl zu einer Verzögerung von bis zu einem Jahr kommen wird. Der für 2018 geplante Umzug der Goethe-Schule ins Schulzentrum-Süd wird nicht zu realisieren sein.

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