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Resolution in Tornesch : Die Politik kämpft um die Polizeistation

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rat in Tornesch verabschiedet mehrheitlich Resolution für den Erhalt der Wache in der Stadt. FDP-Fraktion stimmt dagegen.

shz.de von
erstellt am 30.Jun.2015 | 10:00 Uhr

Tornesch | Die Politik in Tornesch hat im Rat eine Resolution zum Erhalt der Polizeistation verabschiedet. Die Mehrheit (SPD und CDU) hatte sich für das Papier, das von der CDU eingebracht wurde, ausgesprochen.

Wie berichtet, sollen zum 1. März 2016 die Dienststellen Tornesch und Uetersen am Standort Uetersen zusammengelegt werden. Zum Dienstbezirk der Polizeiwache Tornesch gehören die Stadt Tornesch sowie die Gemeinden Heidgraben und Groß Nordende.

Die Resolution wird von der Tornescher Verwaltung an die Polizeidirektion Bad Segeberg und an die zuständigen Stellen im Kieler Landeshaus – den Landtag und an Innenminister Stefan Studt (SPD) – gesandt. Damit wollen die Politiker ein Zeichen setzen, dass ein Wegfall der Station in Tornesch „zu einem Verlust des Sicherheitsempfinden der Bürger führen würde“. „Laut unserem Kenntnisstand sind die Beratungen noch nicht abgeschlossen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon. „Wir wollen mit der Resolution ein Zeichen setzen für die Wichtigkeit einer Polizeistation in Tornesch.“ Die FDP stimmte gegen die Resolution. Da in den Räumen in Tornesch nach den bisherigen Planungen eine Einheit der Kripo einziehen wird und der Standort somit nicht ganz geschlossen wird, sieht Gunnar Werner, Fraktionsvorsitzender der FDP Tornesch, die Sicherheit nicht in Gefahr. Dafür spreche auch, dass mehr Streifenpolizist unterwegs sein sollen als derzeit.

In der Resolution werden die Vorteile von je einem Standort in Tornesch und Uetersen thematisiert: „Die Beamten der Polizeiwache Tornesch verfügen über eine sehr gute Ortskenntnis. Sie identifizieren sich mit dem Dienstbezirk und sind in die Kriminalprävention eingebunden.“ Trotz des nicht vorhandenen 24-Stunden-Dienstes würden in der Polizeiwache jährlich etwa 1020 Straftaten bearbeitet. Auch deshalb werde schon heute die wichtigste Aufgabe der Polizei „Prävention durch Präsenz“ gerade ausreichend ausgeübt.

„Bei einer Reduzierung um diese Dienststelle wird dies zukünftig auch Auswirkungen auf die Kriminalitätsstatistik haben.“ Wohnungseinbrüche in Autobahnnähe seien leider keine Seltenheit, auch hier bestehe eine besondere Gefährdung im Dienstbezirk der Polizeiwache Tornesch. Durch den zentralen Standort und die Nähe zur Autobahn seien während der Dienstzeit kurze Reaktionszeiten gewährleistet. Abschließend fordert die Ratsversammlung die Polizeidirektion auf, sich zum Standort der Polizeiwache Tornesch zu bekennen und keine Schließung der Wache vorzunehmen. „Eine moderne und bürgernahe Polizei muss auch in mittelgroßen Städten präsent sein.“

Ferner fordern die Ratsmitglieder die Polizeidirektion auf, eine Prüfung zur Anmietung des freien Gebäudeteils des Tornescher Rathauses für die Unterbringung der Beamten der Kriminalpolizei in die Wege zu leiten.

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