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Uetersen : Die Papierfabrik ist wieder selbstständig

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Ehemalige Stora-Enso-Niederlassung firmiert nun als Feldmuehle Uetersen GmbH. Beschilderung ist bereits geändert.

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2015 | 14:00 Uhr

Uetersen | Jetzt ist es amtlich: Die Papierfabrik in Uetersen ist wieder selbstständig – als Feldmuehle Uetersen GmbH. Der finnisch-schwedische Konzern Stora Enso hat die Spezial- und Bilderdruckpapierfabrik an den Europäischen Private Equity-Fonds Perusa aus München verkauft. Die traditionsreiche Papierfabrik firmiert seit dieser Woche wieder als Feldmuehle Uetersen GmbH. Stora Enso ist damit in der Rosenstadt Geschichte. Das alte Schild ist abmontiert, das neue bereits dran. Auch die neue Flagge wurde gehisst.

„Als eigenständiges Unternehmen wird die Feldmuehle Uetersen ihre Flexibilität, Qualität und Serviceleistung am Markt offerieren und nicht nur mit der Namensgebung zu ihren Wurzeln zurückkehren“, teilte Marketing Managerin Jeannette Kuhanen mit.

Geschäftsführer Thomas Rajcsanyi hatte bekannt gegeben, dass gemeinsam mit Perusa ein Businessplan erstellt wurde, der vorsieht, das Unternehmen in zwei Jahren wieder in die Gewinnzone zu führen. Neuanstellungen in den Bereichen Vertrieb und Vertriebsinnendienst seien zudem ebenfalls geplant. Dem Verkauf ging eine längere Hängepartie für die Beschäftigten voraus. Der erste Versuch, das Werk Uetersen an des österreichischen Papierhersteller Brigl & Bergmeister zu verkaufen, scheiterte, nachdem das Bundeskartellamt angedeutet hatte, den Verkauf nicht zu genehmigen. 1990 wurde die Fabrik von Stora Enso gekauft. Das Werk war zwischen 1913 und 1990 Teil des Feldmühle-Konzerns.

Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) reagierte positiv auf den Verkauf der Fabrik an den Investor Perusa: „.Ich freue mich, dass das Unternehmen wieder eine Perspektive hat. Das ist auch für den Wirtschaftsstandort Uetersen eine gute Nachricht, denn das Unternehmen ist ein wichtiger Arbeitgeber für die ganze Region.“

Das Unternehmen beschäftigt etwa 400 Mitarbeiter bei einer Jahresproduktionskapazität von etwa 250.000 Tonnen mit zwei Papiermaschinen. Das Produktportfolio umfasst die Sparten Etiketten- und Verpackungspapiere, Liner und Karton sowie zweiseitig gestrichene Bilderdruckpapiere in glänzend und seidenmatt. In den bestehenden Produktbereichen sollen einzelne Segmente gezielt ausgebaut und gestärkt werden.

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