Die Ortsentwicklung braucht Zeit

Persönlich möchte Bürgermeister Jürgen Rahn  im neuen Jahr mehr Sport treiben.
Foto:
1 von 2
Persönlich möchte Bürgermeister Jürgen Rahn im neuen Jahr mehr Sport treiben.

Borstel-Hohenradens Bürgermeister hätte sich das Fortkommen des Ortsentwicklungskonzeptes zügiger erhofft

shz.de von
02. Januar 2018, 17:17 Uhr

Zum Jahreswechsel haben wir Bürgermeister nach ihrer Einschätzung des vergangenen und des kommenden Jahres gefragt. Heute im Interview: Borstel-Hohenradens Verwaltungschef Jürgen Rahn (CDU).

Frage: Was war Ihr persönliches Highlight 2017, Ihr schönster Moment?
Jürgen Rahn: Die Wiedersehensfreude, als meine Tochter nach einem halben Jahr aus Neuseeland zurückgekehrt ist.

Wie lautet Ihr Fazit für Borstel-Hohenraden am Ende des Jahres?
Da der Aufstellungsbeschluss für das Gewerbegebiet beschlossen wurde, ist das Jahr 2017 für mich ein erfolgreiches Jahr.

Welche wichtigen Initiativen sind 2017 gelungen?
Das Ringen um Leitungsrechte und Grunddienstbarkeiten im Rahmen der Planung für das Gewerbegebiet. Die Verhandlungen waren zähfließend aber am Ende erfolgreich.
Welche Entscheidung ist Ihnen schwergefallen?
Ich finde das Ortsentwicklungskonzept grundsätzlich gut. Ich habe mir aber die Umsetzung und das Erreichen unserer Ziele deutlich schneller vorgestellt.

Und was hat nicht geklappt?
Der Bau des Dorfgemeinschaftshauses. Ich befürchte auch, dass die Umsetzung leider noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.


Gab es aus Ihrer Sicht politische Fehlentscheidungen im Jahr 2017?
Eine richtige Fehlentscheidung gab es nicht. Ich hätte im Nachhinein aber dennoch einige Dinge anders gelöst. Zum Beispiel das Ortsentwicklungskonzept: Es geht eben langsam voran. Als ich erfahren habe, dass die Machbarkeitsstudie ein Jahr dauert, war das schon ein Schock. Einzeln hätten wir manche Veränderungen schneller umsetzen können, wie ein Dorfgemeinschaftshaus. Nun müssen wir auf die Planung warten. Darunter leidet beispielsweise der TuS. Dennoch halte ich das Ortsentwicklungskonzept grundsätzlich für richtig.

Welche Entscheidung war 2017 die wichtigste?
Der Aufstellungsbeschluss für das Gewerbegebiet sowie die damit verbundenen Änderungen des Flächennutzungsplanes.

Wie ist die Situation und Unterbringung der Flüchtlinge in Borstel-Hohenraden?
Es gibt zwei Häuser, die für die Unterbringung der Flüchtlinge vorgesehen sind. Bei Vollbelegung musste noch die ein oder andere Wohnung angemietet werden. Zwischenzeitlich hat sich die Situation deutlich entspannt. Die Flüchtlinge sind gut untergebracht, nach meinem persönlichen Eindruck fühlen sie sich auch in Borstel-Hohenraden wohl.

Wenn Sie unbegrenzt Geld hätten, um Ihrem Ort einen Wunsch zu erfüllen – welches Phantasieprojekt würden sie umsetzen?
Eine Erweiterung des Sportangebotes, insbesondere für Jugendliche und Schulkinder in Borstel-Hohenraden, zum Beispiel durch den Bau einer neuen Turnhalle.

Welche Noten würden Sie der Politik geben? Und der Verwaltung?
Ich könnte grundsätzlich alle Schulnoten im Laufe eines Jahres von sehr gut bis ungenügend an unsere Politik vergeben. Im Durchschnitt jedoch war das politische Arbeiten konstruktiv und zielführend, daher vergebe ich hier die Note Zwei. Die Zusammenarbeit funktioniert natürlich nur gemeinsam mit dem Amt. Auch wenn wir uns noch Verbesserungen wünschen, würde ich der Verwaltung eine Drei plus geben.

Können Sie einen Bürger des Jahres benennen, der sich 2017 in ihren Augen besonders verdient gemacht hat oder etwas besonders erlebt hat?
Einzelne Bürger möchte ich nicht hervorheben, aber die Gruppe der Flüchtlingshelfer hat durch viel persönliches Engagement Bemerkenswertes geleistet. Aber auch die tolle Unterstützung der Feuerwehr und der Landfrauen, Landjugend und der Diakonie bei gemeindeeigenen Veranstaltungen sollte hier lobend erwähnt werden.

Welche Projekte wollen Sie 2018 anschieben?
Das Jahr 2018 steht im Zeichen der Kommunalwahl. Bis dahin wird uns sicherlich die Machbarkeitsstudie für den Ortsentwicklungsplan wesentlich beschäftigen. Die weitere Umsetzung des Gewerbegebietes wird viel Zeit in Anspruch nehmen.

Was erwarten Sie politisch von 2018?
Ich erwarte eine stabile, solide Wahl, die es uns ermöglicht, unsere Projekte umzusetzen. Bei der Wahl wünsche ich mir die nötige Unterstützung durch die Wählerinnen und Wähler.

Haben Sie persönlich einen guten Vorsatz für das neue Jahr?
Ich persönlich habe mir vorgenommen mehr Sport zu Treiben.


zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen