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Pinneberg : Die neue Parkstadt lockt Investoren an

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eggerstedt: Interessenten für „Haus 3“. Ein Baumarkt soll sich im Rosenfeld ansiedeln.

von
erstellt am 08.Apr.2016 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Wer sehen will, was in Pinneberg gut läuft, sollte einen Blick auf die neue Parkstadt auf dem ehemaligen Eggerstedt-Kasernengelände werfen: 250 Wohneinheiten werden derzeit dort errichtet. Ein schmuckes Häuschen nach dem anderen entsteht. Die erste Familie ist bereits in ihr Eigenheim eingezogen. Doch das Gebiet ist auch für Gewerbetreibende von großem Interesse. Das bestätigt Pinnebergs Wirtschaftsförderer Stefan Krappa. Mehr als drei Hektar Gewerbeflächen gibt es dort. „Ziel 2016 ist ein kompletter Abverkauf der Gewerbeflächen“, sagt Krappa.

Ein Ziel, das durchaus zu realisieren ist. Die Parkstadt lockt Investoren an. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich das Elektronikunternehmen Tews Technologies, das Module und weitere Computerbausteine entwickelt, dazu entschlossen, von Halstenbek in die neue Parkstadt zu ziehen. Das Grundstück ist 6500 Quadratmeter groß.
Doch Pinnebergs Wirtschaftsförderer hat noch ein weiteres Filetstück im Angebot: das sogenannte „Haus 3“, ein ehemaliges Kasernengebäude, steht zum Verkauf. Es sind insgesamt 9000 Quadratmeter.

Zunächst als potenzielle Unterkunft für Flüchtlinge gedacht, soll das Gebäude nun samt Fläche verkauft werden. Die Politik hat sich dagegen entschieden, in „Haus 3“ geflüchtete Menschen unterzubringen. Diese neuen Entwicklungen haben Investoren aufhorchen lassen. „Das Interesse an „Haus 3“ ist wieder angestiegen“, sagt Krappa. Ein Investor hatte der Stadt bereits 1,6 Millionen Euro für das Objekt angeboten. Diese Summe dürfte auch die Messlatte für künftige Investoren sein. „Wir können es nicht zu einem Schnäppchenpreis abgeben, egal wie attraktiv das Unternehmen ist“, sagt Krappa.

Zur Verfügung für künftige Investoren steht auch eine 10.600 Quadratmeter große Fläche, auf der ursprünglich der Investor und frühere Vier-Jahreszeiten-Direktor Gert Prantner aus Hamburg einen Hotelneubau geplant hatte. Doch sollte das Projekt realisiert werden, würde nach heutigen Plänen der Bau auf dem Wabe-Bildungscampus-Gelände errichtet werden. Der Preis in diesem Gebiet liegt bei 140 Euro pro Quadratmeter.

Noch eine weitere Nachricht in dieser Woche dürfte potenzielle Investoren aufhorchen lassen: Wie berichtet, hatte das Oberverwaltungsgericht Schleswig ein Eilverfahren zweier Kläger abgelehnt. Zwei Bürger bezweifeln die Rechtmäßigkeit des Bebauungsplans für das Eggerstedt-Gelände in Pinneberg. In der Kritik steht eine zweite Anbindung. Obwohl noch eine gerichtliche Hauptverhandlung über das Normenkontrollverfahren der beiden Kläger entscheiden wird, sehen die Befürworter der zweiten Anbindung in der Ablehnung des Eilverfahrens eine Tendenz.

Der zweite Zuweg der „Parkstadt“ soll nach den Plänen des Hamburger Planungsbüros Argus über eine Verlängerung des Eggerstedter Wegs Richtung Osten über den Heideweg hinweg erfolgen. Die Politik hat dem bereits zugestimmt. Im Westen würde sich der Trassenverlauf ändern. Die künftige Straße soll nördlich des Kreisverkehrs in den Wedeler Weg münden. Grund für die Veränderung ist die Planung eines kleinen Gewerbegebiets östlich des Wedeler Wegs, das auf diese Weise angeschlossen werden soll. „Dort haben wir schon ein Grundstück verkauft“, sagt Krappa. Weitere 3000    Quadratmeter seien noch frei.

„Durch die gute Sichtlage am Kreisel und durch die Fachmarktanbindung gegenüber ist in dem Gebiet eine hohe Kundenfrequenz vorhanden“, sagt der Wirtschaftsförderer. Dort in dem sogenannten Gewerbegebiet Rosenfeld sind Famila, Aldi und A.T.U. angesiedelt. Seit langer Zeit ist die Ansiedlung eines Baumarkts angekündigt, der jetzt tatsächlich gebaut werden soll.

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