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Gemeinschaftsschule Rugenbergen : Die Nachwehen der Ausamtung

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Schulrätin Adelia Schuldt will zwischen den Gemeinden und dem Amt Pinnau vermitteln.

Bönningstedt | Während der jüngsten Sitzung des Schulbeirats der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen wurde deutlich, dass eine schnelle Einigung für die Trägerschaft nicht zu erwarten ist. Zwar ist mit der Zahlung der fälligen Schulkostenbeiträge von Hasloh und Bönningstedt an das Amt Pinnau eine Hürde aus dem Weg geräumt, eine weitere Sitzung des Schulbeirats wird es – anders als zunächst geplant – jedoch vorerst nicht geben. „Es soll zunächst Gespräche zwischen den drei Bürgermeistern geben, um eine Lösung zu finden“, sagte dazu Detlef Brüggemann, leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Pinnau. Während der Sitzung des Amtsausschusses am Montag, 26. Juni, soll über die vorsorgliche Kündigung einer Mitarbeiterin beraten werden.

Die Schulrätin des Kreises, Adelia Schuldt, ist weiterhin in Kontakt mit allen Beteiligten und dem Bildungsministerium in Kiel. In einem Gespräch mit Landrat Oliver Stolz gestern im Kreishaus hat sie verschiedene mögliche Szenarien durchdiskutiert. „Aber letztendlich sind hier die Gemeinden und das Amt gefordert“, so ihr Fazit. Sie bekräftigte noch einmal: „Die Schule ist es absolut wert, dass man sich für eine langfristige Lösung einsetzt.“ Zur Zeit werde im Ministerium in Kiel die rechtliche Situation bewertet.

Im Streit um die nachträglich geforderte Amtsumlage betonte Kreissprecher Oliver Carstens: „Selbstverständlich hilft der Kreis Pinneberg im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Schlichtung dieses Streites. Landrat, Kommunalaufsicht und Rechnungsprüfungsamt waren auch schon unterstützend tätig. Gern sind wir behilflich, Möglichkeiten auszuloten, hier zu einer Einigung zu kommen.“ Rein formaljuristisch habe der Kreis jedoch keine Befugnisse, beim Thema Amtsumlage etwas zu entscheiden oder anzuordnen. Allerdings müsse eine Einigung unter Berücksichtigung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinden erzielt werden. „Ich hoffe weiter auf eine einvernehmliche Lösung – eine gerichtliche Klärung wäre die ungünstigste und langwierigste Option“, sagte er.

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erstellt am 09.Jun.2017 | 16:00 Uhr

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