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Pinneberger Tageblatt

17. August 2017 | 23:44 Uhr

Prisdorf : Die marodeste Brücke im Kreis

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Bauwerk in Prisdorf ist in einem sehr schlechten Zustand. Grüne fordern Sanierung. Die Bahn dagegen plant einen Neubau.

Prisdorf | Die marodeste Eisenbahnbrücke im Kreis Pinneberg liegt in Prisdorf. Das ist laut Valerie Willms, Bundestagsabgeordnete der Grünen, das Ergebnis einer Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion an die Bundesregierung nach dem Zustand der Eisenbahnbrücken in Schleswig-Holstein.

Insgesamt weisen 97 von 396 Brücken stärkere Schäden auf. „Zwei Prozent beziehungsweise acht der Überführungen sind so marode, dass nur noch ein Neubau in Frage kommt“, so Willms. Eine davon liegt auch im Kreis: die Brücke über die Straße Hudenbarg in Prisdorf auf der Strecke zwischen Hamburg und Kiel.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete fordert, dass die Bahn sich schnellstmöglich um den Neubau kümmert. Einzelne Instandhaltungsmaßnahmen seien nicht mehr ausreichend und auf Dauer nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Umfangreichere Sanierungsarbeiten waren in Prisdorf bereits im Sommer 2012 erfolgt. Nun fordert Willms, dass die Erneuerung so schnell wie möglich angegangen wird. „Das erwarten die Bahnreisenden und die Wirtschaft in der Region.“ Schleswig-Holstein sei aufgrund seiner Lage auf gute und zuverlässige Schienenverbindungen angewiesen, betonte die Grünen-Abgeordnete. Längeres Zögern könne fatale Folgen haben und irgendwann dazu führen, dass die Brücke aus Sicherheitsgründen gar nicht mehr passierbar ist.

Nach Auskunft der Bahn ist ein Brückenneubau in Prisdorf in Sicht. Die Vorentwurfsplanungen hätten bereits begonnen. Bis Ende des Jahres sollen die Umgebung des Ortes erkundet und Gespräche mit der Gemeinde geführt werden. Dann lasse sich auch der weitere Zeitplan festlegen. Über den könne zurzeit nur spekuliert werden. Mit einem Baubeginn im kommenden Jahr sei aber wahrscheinlich nicht zu rechnen, erklärte eine Sprecherin der Bahn. Das Unternehmen will in den kommenden zehn Jahren die dringend sanierungsbedürftigen Brücken wie die in Prisdorf erneuern. Ein wenig Geduld dürfte also noch erforderlich sein.

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erstellt am 22.Aug.2014 | 14:00 Uhr

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