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Glasfaserausbau : Die letzte Chance für Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Befragung der Haushalte durch die GWHtel läuft noch bis Ende August. Bisher zu wenig Nachfrage für das Turbo-Internet.

Schenefeld | Es sieht danach aus, dass keine Glasfaser in Schenefeld verlegt wird. Es gibt bisher einfach zu wenige Interessenten für die schnellen Verbindungen. Die GWHtel, ein Tochterunternehmen der Halstenbeker Gemeindewerke, wollte das Turbo-Internet auch nach Schenefeld bringen.

In Halstenbek sind bereits 55 Prozent der Haushalte versorgt. Anfang des Jahres wurden unter anderem die Anwohner der an Halstenbek angrenzenden Straßenzüge bis zur Friedrich-Ebert-Allee angeschrieben, ob sie Interesse an einer Versorgung von 100 Mbit pro Sekunde hätten. Sollten sich 40 Prozent dafür entscheiden, wollte die GWHtel die Glasfasernetze dort verlegen. Bisher sind diese 40 Prozent trotz mehrerer Anfragen allerdings nicht erreicht, sagt Geschäftsführer Uwe Lamberti. „Im Moment sieht es so aus, als ob wir es nicht machen“, sagte er gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Die GWHtel wirbt mit „Highspeed im Netz“, bietet einen Anschluss für Telefon, Fernsehen und Internet an.

Die Anwohner seien mehrfach angeschrieben worden, die letzte Frist für die Antworten sei nun auf den 31. August gesetzt worden. Es gebe auch die Möglichkeit, ein günstigeres Angebot des Unternehmens zu wählen. Verbraucher haben die Wahl zwischen 30 und 100 Mbit pro Sekunde. Bis Ende August können sich Interessierte noch an die GWHtel wenden. Lamberti betonte, dass Dank der Glasfasertechnik die volle Leistung auch wirklich bei jedem einzelnen Kunden ankomme. Mit den herkömmlichen Leitungen sei dies nicht unbedingt der Fall. 1200 Wohneinheiten hätten die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu erhalten. Die Breitbandversorgung in Schenefeld ist bereits flächendeckend vorhanden. Nach Angaben des Bürochefs im Rathaus, Melf Kayser, haben gut 90 Prozent der Haushalte eine Versorgung mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde. 83 Prozent der Haushalte verfügen über Kabelfernsehen. „Löcher“ in der Versorgung mit schnellem Internet gibt es im Bereich Autal an der LSE, in Bereichen der Lindenallee und der Schulstraße.

Für Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) ist das mangelnde Interesse ein Zeichen dafür, dass die Nutzer keine Probleme mit ihren Anschlüssen haben. „Dann scheinen ja alle zufrieden zu sein“, sagte sie gestern. „Wir sind halt auch sehr gut versorgt und haben nicht die Probleme wie in anderen Orten. Es gibt bei uns nur wenige weiße Flecken.“

Die Bewohner an folgenden Straßen in Schenefeld hätten die Möglichkeit, die Glasfaserverbindung zu erhalten: Am Kiebitzgraben, Am Teich, Am Wasserberg, Baumschulenweg, Blocksberg, Blocksberger Moor, Bogenstraße, Chemnitzstraße, Diedrichsenweg, Distelkoppel, Efeuweg, Eichendorfstraße, Eidelstedter Weg, Friedrichshulder Stieg, Friedrich-Ebert-Allee, Gartenstraße, Kehrwieder, Königsberger Straße,  Kreuzweg, Linaustraße, Lindenallee, Lornsenstraße, Mittelstraße, Scharenkamp, Stückweg, Teichweg.
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erstellt am 01.Aug.2015 | 10:00 Uhr

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