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Pinneberger Tageblatt

22. August 2017 | 00:14 Uhr

Landdrostei : Die lebendige Natur darstellen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Landdrostei zeigt ab 15. Februar Werke des Hamburger Malers Wolfgang Klähn. Aquarelle, Acrylbilder und Federzeichnungen sind bis 30. März zu sehen.

Anlässlich seines 85. Geburtstags widmet die Drostei eine Einzelausstellung dem Künstler Wolfgang Klähn. Präsentiert werden Landschaftsaquarelle und -zeichnungen, unter anderem ein Zyklus von Sylt-Bildern, aber auch Bibelzeichnungen und einige seiner großformatigen sogenannten Auferstehungsbilder.

Mit seinen Acrylbildern will der gebürtige Hamburger das Lebendige darstellen, wobei die Natur im Mittelpunkt als ordnende und dynamische Kraft steht, welche einen ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen, Keimen und Verwelken, Vergänglichkeit und Erneuerung bewirkt. Der Freund der Naturwissenschaft, der sich schon in jungen Jahren heimlich in Biologie-Vorlesungen der Universität Hamburg schlich, setzte sich schon für die Erhaltung der Umwelt ein, lange bevor dies ein Thema in der Gesellschaft wurde. Die Werke Klähns sollen Ausdruck der Würde des Lebens und Verantwortung des Menschen gegenüber der Schöpfung sein. Inspiriert von den Fensterbildern der französischen Kathedrale Chartres malt der Künstler ausschließlich in einer besonderen Aquarell-Technik, „Die Fenster leuchten nicht aus sich selbst heraus, das Licht scheint durch sie hindurch“, so Klähn.

Eine weitere Technik benutzte der Maler in den späten 70er-Jahren, wobei der Fokus auf Bibelzeichnungen gelegt wurde. So gestaltete er mittels zügigen, schwarzen Federstrichen Darstellungen von Szenen des Alten und Neuen Testaments.

Nicht nur das Malen und Zeichnen ist seine Leidenschaft, auch die Lyrik spielt in seinem Leben eine wichtige Rolle. Folglich entstanden drei Lyrikbände sowie einzelne Verse zu seinen Zeichnungen. Die Malerei und Lyrik ist für Klähn die „Zange, mit der er das Geheimnis Leben packen kann“. Auch in der Musik versuchte sich Klähn. Als Anhänger der Musik Mozarts schrieb er in den 50er-Jahren selbst ein Klavierrondo und ein Streichquartett ohne jegliche Kentnisse vom Spielen eines Instruments. Das Komponieren blieb für ihn jedoch nur ein Versuch.

Im vergangenen Jahr wurde im Schloss Gottorf die Gottorfer Galerie der Gegenwart eingerichtet, in der Wolfgang Klähn ein eigene s Kabinett gewidmet ist. Eine weitere Ausstellung des Hamburgers wird im März im deutschen Generalkonsulat New York gezeigt.

Wer sich selbst von Wolfgang Klähns Kunst überzeugen lassen möchte, der kommt am Sonnabend, 15. Februar, um 16 Uhr in die Drostei, Dingstätte 23. Der Eintritt zur Vernissage ist kostenlos. Die Ausstellung geht von 15. Februar bis Sonntag, 30. März. Geöffnet wird  Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro, ermäßigt 1,50 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet. www.drostei.de
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erstellt am 11.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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