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Kreis Pinneberg : Die Kunden im Jobcenter werden älter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jetzt ist auch ein neues Netzwerk für Langzeitarbeitslose im Kreis Pinneberg geplant.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2016 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Die Menschen, die Leistungen des Jobcenters des Kreises Pinneberg in Anspruch nehmen, werden im Durchschnitt immer älter. Dies geht aus dem „Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2016“ hervor, das kürzlich vom Jobcenter erstellt wurde. Demnach sind 30,7 Prozent der Jobcenter-Kunden im vergangenen Jahr älter als 50 Jahre gewesen, eine Steigerung um 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 17,4 Prozent der Kunden hatten bereits das 56. Lebensjahr erreicht. Der Anteil der 15- bis 25-Jährigen, die Kunden des Jobcenters sind, betrug 7,5 Prozent.

Insgesamt sei der Arbeitsmarkt im Kreis Pinneberg als gut zu bezeichnen, heißt es in dem Bericht des Jobcenters. Die Zu- und Abgangsraten bei den Arbeitslosen seien im Kreis Pinneberg relativ konstant gewesen und für das Jahr 2016 werde bundesweit mit einem Wirtschaftswachstum um zwei Prozent gerechnet. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Kreis Pinneberg sei im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent gestiegen, für das laufende Jahr wird mit einer erneuten Steigerung um 1,9 Prozent gerechnet, schreibt das Jobcenter.

Hilfe beim Wiedereinstieg

Inwiefern diejenigen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II beziehen, von diesem Anstieg profitieren werden, sei jedoch fraglich, schrieb das Jobcenter. Für diese Menschen werde es nämlich immer schwieriger und dauere länger, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu finden. Aus diesem Grund möchte das Jobcenter des Kreises Pinneberg in diesem Jahr ein neues Netzwerk einführen, dass Langzeitarbeitslose passgenau und individuell fördern soll. Das Netzwerk ABC – dies steht für Aktivierung, Beratung und Chancen – soll ein ganzheitliches, intensives und maßgeschneidertes Angebot für Langzeitarbeitslose im Kreis Pinneberg werden. Das Jobcenter plant dafür vier Mitarbeiter ein, die an den Standorten des Jobcenters in Elmshorn, Pinneber, Wedel und Uetersen tätig sein sollen. Bei der Personalauswahl sei ein besonderes Augenmerk darauf gerichtet worden, dass die Mitarbeiter entsprechende Erfahrungen vorweisen können, etwa durch eine Mitwirkung am Bundesprojekt „Perspektive 50 plus“, das Ende 2015 ausgelaufen ist und mit dessen Hilfe über-50-Jährige Langzeitarbeitslose bei ihrer Rückkehr auf den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützt werden sollten.

Zudem wolle das Jobcenter des Kreises Pinneberg seine Aktivitäten im Zuge des ESF-Bundesprogramms, also mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit fortsetzen. Dazu gehören laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter anderm die gezielte Betriebsakquise und ein finanzieller Ausgleich von Minderleistungen an den Arbeitgeber.

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