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Pinneberger Tageblatt

21. September 2017 | 23:33 Uhr

Pinneberger Theater-Krise : Die Kuh ist vom Eis

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein Kompromiss zwischen den Beteiligten ist gefunden. Damit ist die Spielzeit 2014/15 gesichert.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Pinneberg | Eigentlich hätte es gestern Abend hoch hergehen können. Im Kulturausschuss. Die Emotionen waren hochgekocht, seit unsere Zeitung am 10. April erstmals über Pinnebergs Theater-Zoff berichtete. Doch schon am Mittwochmorgen war klar – die Kuh ist zunächst einmal vom Eis. SPD, CDU und FDP haben sich darauf verständigt, die bislang vom Forum Theater genutzte Ernst-Paasch-Halle frühestens 2015 aufzugeben. Bis dahin darf das Ensemble die Halle bespielen. Auch einem Rauswurf der Pinneberger Bühnen aus dem Jugendzentrum erteilten die drei Fraktionen eine Absage. Vielmehr soll dort ab 2015 Platz für beide Ensembles sein. Aufatmen bei Pinnebergs Theatermachern.

Grundsätzlich hält die Politik daran fest, die Paasch-Halle verkaufen zu wollen. Pläne, dort ein Kulturzentrum einzurichten sind quasi vom Tisch – das ist der hoch verschuldeten Stadt zu teuer. SPD, CDU und FDP regen an, noch 2014 eine Bürgerversammlung zum Thema Kultur anzuberaumen. Dort könnten innovative Ideen gesammelt werden.

Thore Klink, Vorsitzender des Forum Theaters, verfällt angesichts des Kompromisses keineswegs in Jubel, sagt aber: „Sollte sich herausstellen, dass ein Kulturzentrum in der Paasch-Halle nicht finanzierbar ist, können wir mit dem Vorschlag leben.“ Wichtig sei ihm, dass die Spielzeit 2014/15 erstmal gesichert sei. Für die weitere Zukunft fordert Klink „eine klare Perspektive“. Anja Nadler von den Pinneberger Bühnen ist erleichtert, dass ihr Ensemble nicht – wie von der Stadtverwaltung vorgeschlagen – zum 1. August 2014 aus dem Jugendzentrum weichen muss. „Wir können damit leben, bei unseren Terminen den einen oder anderen Abstrich zu machen.“ Das wird sie auch müssen: „Es ist klar, dass es Einschnitte geben wird“, sagt Herbert Hoffmann (SPD).

Theater im Jugendzentrum – eine Idee, die nicht jeden begeistert. „Ich werde der Politik mitteilen, dass das die Jugendarbeit einschränken wird“, sagt Jens Schmidt, der das Scholl-Haus leitet.

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