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Kreis Pinneberg : Die Kripo hat einen neuen Chef

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ingo Minnerop leitet die Dienststellen in Bad Segeberg, Pinneberg, Elmshorn und in Norderstedt.

Kreis Pinneberg | Die Kriminalpolizei in der Region hat einen neuen Chef. Ingo Minnerop, bisher Leiter der Kripo in Pinneberg, ist Leiter der neu gegründeten Kriminalinspektion in Bad Segeberg. Er ist damit für die beiden Dienststellen in Pinneberg und Elmshorn zuständig. Auch die Kripo-Stellen in Norderstedt und Bad Segeberg gehören nun zu seinem Zuständigkeitsbereich.

Bisher gab es zwei Leiter bei der Kripo: einen in Pinneberg, zuständig für Pinneberg und Elmshorn sowie einen in Bad Segeberg, zuständig für Bad Segeberg und Norderstedt. Zukünftig gibt es mit Minnerop nur noch einen Leiter.

Die Umorganisation innerhalb der Polizeiverwaltung soll die Arbeit der Beamten effizienter machen. „Täter agieren immer häufiger überregional. Einbrecherbanden aus Hamburg etwa grasen die Region geradezu ab. Deshalb ist es sinnvoll, eine zentrale Führung einzurichten, welche die Ermittlungen in unserem Zuständigkeitsbereich koordiniert“, sagte Andreas Görs, Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg. Er ist oberster Dienstherr aller Kriminal- und Schutzpolizisten in den Kreisen Pinneberg und Segeberg.

Minnerop ist bereits seit dem 1. September im Amt. Gestern erläuterte er in der Polizeidirektion Bad Segeberg, wie die Arbeit der Kripo effizienter werden soll. Für die Bürger soll sich demnach nichts ändern. Sie können die Kripo wie gewohnt etwa in Elmshorn und Pinneberg erreichen.

Minnerop hat sich vorgenommen, für alle Dienststellen der Kripo einheitliche Ermittlungsstandards festzulegen. „Es gibt bestimmte Fälle, etwa im Leistungsbetrug, wenn eine Einstellung des Verfahrens wahrscheinlich ist. Da sollten wir in Zukunft weniger intensiv ermitteln, um mehr Kapazitäten für schwere Delikte zu haben“, sagte Minnerop. Gleiches gelte für Internetkriminalität. „Wenn einzelne Kollegen gute Ermittlungsansätze finden, wollen wir das zukünftig zum Standard für alle machen.“

Personal soll mit der Einrichtung der zentralen Kriminalinspektion nicht eingespart werden. „Da bleibt alles beim alten“, versicherte Görs. Etwa 140 Beschäftigte sind für die Kripo im Einsatz (siehe Infokasten). Nicht ausgeschlossen ist jedoch, dass kleinere Stationen der Schutzpolizei zusammengelegt werden. In der Haseldorfer Marsch waren zuletzt etwa die Standorte Haseldorf und Moorrege mit insgesamt vier Beamten von Schließungen getroffen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat keine Bedenken, dass mit dem Umbau zusätzliche Belastungen auf die Beamten zukommen. „Für die Kollegen wird es keine gravierenden Veränderungen geben“, sagt Reimer Kahlke, Vorsitzender der Regionalgruppe Segeberg-Pinneberg, auf Anfrage. Dass die Führung der Kripo nun in einer Hand liege, sei positiv.

Mit dem Pinneberger Kripo-Mann Minnerop sitzt nun jemand in Bad Segeberg, der den Kreis Pinneberg gut kennt. Der Ermittler wohnt nicht nur dort, sondern hat auch zahlreiche berufliche Positionen bei Schutz- und Kriminalpolizei innegehabt – unter anderem in Rellingen. „Mit Herrn Minnerop ist ein sehr erfahrener Kollege Leiter der Kriminalinsektion geworden, der den Beruf von der Pieke auf gelernt hat“, sagte Görs.

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erstellt am 30.Sep.2014 | 12:15 Uhr

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