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Fusion von Tornesch und Uetersen : Die Kosten der Demokratie

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach einer Fusion würden Rat und Bürgermeister neu gewählt werden - und auch für das Rathaus müsste man einen neuen Platz finden. Auf die Verwaltungskosten hätte der Zusammenschluss allerdings einen positiven Effekt.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Sollten sich die Bürger am Sonntag, 22. September, mehrheitlich für eine Fusion von Tornesch und Uetersen aussprechen, wird dies auch Konsequenzen für die Verwaltungsstandorte haben. Im Fusionsgutachten der Firma Ramboell Consulting wird davon ausgegangen, jährlich etwa 220 000 Euro Personalkosten einsparen zu können. Das ergibt sich aus der Zusammenlegung beider Verwaltungen.

Die Experten empfehlen, die Verwaltung auf einen Standort zu zentrieren. In der Stadt, in der es dann kein zentrales Rathaus mehr geben wird, soll ein Bürgerbüro als Anlaufpunkt für die Bürger eingerichtet werden. Über den Standort für ein neues Rathaus muss die neue Ratsversammlung entscheiden.

Da es im Falle einer Fusion nur noch eine Ratsversammlung geben wird, sinken auch die sogenannten „Demokratiekosten“. Die neue politische Vertretung wird 31 Mitglieder haben. Das Gutachten geht von einer Ersparnis in Höhe von etwa 70 000 Euro aus. Außer einer neuen, gemeinsamen Ratsversammlung müsste auch ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Für beide Wahltermine sieht das Kommunalrecht eine Übergangszeit bis zum 31. März 2015 vor.

„Bis zur Neuwahl einer neuen politischen Vertretung und eines neuen Bürgermeisters bleiben alle Mandatsträger und sowohl Frau Hansen als Uetersener Bürgermeisterin als auch Herr Krügel als Tornescher Bürgermeister im Amt“, erklärt Bärbel Voss aus dem Uetersener Rathaus. Somit könnte die neue Stadt übergangsweise gleich von zwei Bürgermeistern gelenkt werden. Im Fall einer Fusion werden die für Herbst 2014 anstehenden Bürgermeisterwahlen in Uetersen ausgesetzt.

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