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Nordmetall-Cup : Die Konstrukteurs-Elite von morgen und ihre Mini-Rennautos

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Formel 1 der Modellrennwagen in der Nordakademie: Neumünsteraner sind Landesmeister. Elmshorner flitzen auf Platz zwei und drei.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Elmshorn | Wer hat den besten Rennwagen im ganzen Land? 22 Schülerteams aus Schleswig-Holstein traten am Sonnabend in der Elmshorner Nordakademie an, um diese Frage zu klären: Beim fünften Nordmetall-Cup ließen sie ihre selbst entwickelten und gebauten, mit Gasdruck angetriebenen, Rennwagen auf einer 20 Meter langen Strecke flitzen. Ein Zischen – und gut eine Sekunde später schossen die Boliden bereits über die Ziellinie. Teilweise mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Hunderstelsekunden entschieden über Sieg und Niederlage. Am Ende triumphierten die Schüler aus Neumünster. Sowohl bei den Junioren (Altersklasse elf bis 15 Jahre) belegte die Alexander-von-Humbold-Schule mit dem Team „FireSpeed“ den ersten Platz, als auch bei den Senioren (ab 15 Jahre) mit dem Team „Retro Revival“. Die Schüler der Leibniz Privatschule in Elmshorn – die einzigen Teilnehmer aus dem Kreis Pinneberg – schafften es bei den Junioren auf die Plätze zwei und drei. Die Gewinner fahren zur Deutschen Meisterschaft in die Autostadt nach Wolfsburg. Wer dort gewinnt, löst ein Ticket zur Weltmeisterschaft in Abu Dhabi.

Beim Nordmetall-Cup gewinnt nicht einfach der schnellste Wagen, sondern die beste Gesamtleistung zählt. „Die Jugendlichen lernen die ganze Prozesskette eines industriellen Projekts kennen: Konstruktion, Produktion, Finanzierung, Marketing. Wir hoffen, so ihr Interesse an der Welt der Technik und auch der Arbeitswelt zu wecken“, sagt Nico Fickinger, Vorstand der Nordmetall-Stiftung, die hinter dem Wettbewerb steht. „Am wichtigsten ist die Arbeit und die Kommunikation im Team“, erklärt Organisator Rolf Werner. Deshalb würden auch die Qualität und Form der Präsentation und Dokumentation der geleisteten Arbeit wie auch das Einhalten der Vorgaben mit viel Gewicht in die Bewertung einfließen. Da die Schüler nicht ohne Hilfe arbeiten können, sollten sie sich Hilfe in der Industrie suchen: Zum Beispiel beim Malermeister, der den etwa 20 Zentimeter langen Rennwagen – am Bildschirm konstruiert und computergesteuert aus einem Holzblock gefräst – lackiert. „Der Wissenstransfer ist dabei sehr wichtig. Die Jugendlichen sollen nicht einfach etwas von Profis machen lassen, sondern sollen dabei lernen, wie es funktioniert. So wie sie auch voneinander lernen sollen, wenn sie im Team an ihren jeweiligen Aufgaben arbeiten“, so Werner. Der Organisator lobte das faire Miteinander der Teams: „Es ist schön zu sehen, dass die Jungen und Mädchen sich trotz ihrer Rivalität gegenseitig helfen und auch ihre Erfahrungen austauschen.“

Die Sieger
Junioren: 1. Platz: „FireSpeed“ (Alexander-von-Humbold-Schule, Neumünster); 2. Platz: „Thunderstorm Racing Team“ (Leibniz Privatschule, Elmshorn); 3. Platz: „FoxRacing-Team“ (Leibniz Privatschule, Elmshorn)
Senioren: 1. Platz: „Retro Revival“ (Alexander-von-Humbold-Schule, Neumünster); 2. Platz: „Peregrine-Project“ (Alexander-von-Humbold-Schule, Neumünster); 3. Platz: „Jetstream“ (Alexander-von-Humbold-Schule, Neumünster)
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