Lübzer Straße in Krupunder : Die Kommune setzt auf neuen Asphalt

Auf Höhe des Heidewegs/Ecke Lübzer Straße soll die Asphaltdecke gefräst und anschließend neu aufgebracht werden.
Auf Höhe des Heidewegs/Ecke Lübzer Straße soll die Asphaltdecke gefräst und anschließend neu aufgebracht werden.

An vier Stellen entlang der Lübzer Straße in Krupunder rücken die Bagger an. Bahnhof- und Feldstraße für 2016 im Visier.

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31. Juli 2015, 16:00 Uhr

Halstenbek | Wer schludert oder zu spät handelt, muss sich über Mehrkosten nicht wundern. Frank Neubert, Tiefbauexperte in der Halstenbeker Gemeindeverwaltung, gehört zu denjenigen, die die abgewandelten prophetischen Worte von Michail Gorbatschow am 7. Oktober 1989 in Ost-Berlin „inhaliert“ haben. Weitsichtig und abwägend hat der Experte den Zustand der Halstenbeker Straßen auf einer Gesamtfläche von 12,58 Quadratkilometern im Blick. Für die kommenden Herbstferien vom 19. bis 31. Oktober bereitet Neubert daher mehrere Sanierungsprojekte auf einer Länge von etwa einem Kilometer logistisch vor.

Im Fokus seien zwei Abschnitte im Bereich der Lübzer Straße. Auf Höhe des Heidewegs/Ecke Lübzer Straße müsse die Asphaltdecke gefräst und anschließend neu aufgebracht werden, beschreibt Neubert die dringend notwendige Maßnahme. Des Weiteren muss auf Höhe Bickbargen/Trogbauwerk ein ähnlicher „chirurgischer Eingriff“ erfolgen. „Die Länge von beiden Straßenabschnitten beträgt etwa 300 Meter“, rechnet Neubert vor.

Doch das ist längst nicht alles. Der Straßensanierungstross zieht anschließend weiter in Richtung Eidelstedter Weg, genauer zum kleinen Kreisel in Richtung Hamburger Stadtgrenze. Auch an dieser Stelle wird die sogenannte Verschleißdecke abgefräst und anschließend erneuert.

Das klingt nach täglicher Routine. Ist es aber nicht, zumal Neubert für die dritte Maßnahme am Papenmoorweg im Bereich Neue Weidenstraße/Moortwiete neue Wege beschreiten will. „Anfang des Jahres konnte ich mich in Wedel darüber informieren, ob der alternative Asphalt mit dem Namen DSK, das steht für Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise, auch für Halstenbek in Frage kommt.“ Und? „Die um die Hälfte günstigere DSK wird an dieser Stelle aufgebracht“, so Neubert weiter. Das Prinzip ist einfach: Die alte Asphaltdecke müsse nicht abgefräst werden.

Frank Neubert vom Halstenbeker Tiefbauamt hat den Zustand der Straßen im Blick. (Foto: Vogel)
Frank Neubert vom Halstenbeker Tiefbauamt hat den Zustand der Straßen im Blick. (Foto: Vogel)

Stellt sich die Frage, ob künftig gänzlich in Halstenbek auf DSK zurückgegriffen wird. Eine Antwort darauf gibt Neubert im gleichen Atemzug: „Im Falle des Papenmoorwegs handelt es sich um eine Tempo-30-Wohnstraße. Da ist die Verkehrsbelastung, somit auch der Deckenverschleiß, nicht so hoch.“

Erwartungsgemäß müssen sich die Bewohner sowie die Pendler im Umfeld der Baumaßnahmen während des genannten Zeitraums auf Teil- und Vollsperrungen einstellen. „Wir werden auch je nach Bedarf mobile Ampelanlagen einrichten“, gibt Neubert eine Prognose auf die zu erwartenden Einschränkungen. Die Gesamtkosten beziffert der Planer auf etwa 100.000 Euro.

 

Eine Summe, mit der ein gewichtigeres Projekt in spe nicht zu stemmen sein dürfte. Im Visier hat Neubert die Bahnhof- und Feldstraße. „Beide stehen seit langem auf der Prioritätenliste, für die Grundsatzbeschlüsse von Seiten der Politik noch ausstehen.“ Ähnlich wie die erfolgreiche – mehr als ein Jahr dauernde – Sanierung des Luruper Wegs hofft Neubert darauf, parallel Fahrbahn, Gehwege und Medien wie Telefon- und Internetverbindungen auf den neuestem Stand bringen zu können. Und das wieder im Schulterschluss mit den Gemeindewerken Halstenbek.

Primär geht es Neubert darum, immer den sogenannten Instandhaltungszeitpunkt genau zu erwischen. Denn die Rechnung sei einfach: Würden Sanierungen auf die lange Bank geschoben, summieren sich die Kosten um das Vielfache.

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