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Pinneberger Tageblatt

18. August 2017 | 13:05 Uhr

Tornesch : Die Kita-Hängepartie geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Seit Jahren wird bereits über den DRK-Kindergarten in der Friedlandstraße diskutiert. Zwar gibt es weiterhin keine Entscheidung, die Tendenz geht aber in Richtung Neubau.

Tornesch | Die Zukunft der Tornescher DRK-Kindertagesstätte ist weiter ungewiss. Der Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildung vertagte am Montagabend im Rathaus die Entscheidung, ob die Einrichtung an der Friedlandstraße saniert oder neu errichtet wird. Als Standorte für den Neubau sind der Schützenplatz und die Friedlandstraße im Gespräch. Die Tornescher Politik will vor dem endgültigen Beschluss noch weitere Unterlagen von der Verwaltung haben und die Ergebnisse des Schall- sowie des Lärmgutachtens abwarten.

Eine Tendenz Richtung Neubau ist nach einer inzwischen mehrere Jahre andauernden Debatte dennoch klar erkennbar: „Eine Sanierung während des laufenden Betriebs ist für kleine Kinder unzumutbar“, sagte Sabine Werner (FDP). Auch Verena Fischer-Neumann (SPD) erklärte, dass die Einsparungen bei einer Sanierung nicht so hoch seien, wie es die von der Verwaltung für die Sitzung vorgelegten Zahlen erscheinen ließen.

So war für den Neubau am Schützenplatz mit Kosten in Höhe von 2,31 Millionen Euro kalkuliert worden. Für die Errichtung eines neuen Gebäudes an der Friedlandstraße sollen 2,47 Millionen Euro anfallen. Bei einer Sanierung des bestehenden DRK-Kindergartens wären es 1,4 Millionen Euro. Dazu kämen allerdings noch 300 000 Euro, um während des Baus eine zwischenzeitliche Betreuung der Kinder in Containern zu finanzieren. Die waren in der Vorlage nicht aufgeführt, was FDP und SPD sauer aufstieß.

Beide Parteien konnten sich deshalb mit dem von der Verwaltung präsentierten Beschlussvorschlag nicht anfreunden. Das Rathaus sprach sich zwar aus Kostengründen für eine Sanierung der Kita aus, muss aber nun noch Unterlagen nachliefern. „Es sollte nicht mit Scheuklappen geprüft werden“, appellierte Fischer-Neumann. Die Mehrheitsverhältnisse im Rat dürften nicht unberücksichtigt bleiben. Im Klartext: Eine Sanierung dürfte kaum Chancen auf eine Mehrheit haben. Lediglich die CDU bevorzugt offenbar diese Variante. „Die Kosten sprechen schließlich für sich“, sagte Bernhard Janz (CDU).

Auch die ebenfalls schon einige Jahre andauernde Debatte über den Bau einer Tennishalle für den TC Tornesch beschäftigte die Politiker erneut. Die Überdachung von drei Tennisplätzen auf dem Vereinsgelände an der Friedlandstraße soll nun der Schulzweckverband Tornesch-Uetersen finanzieren. Die Kosten dürften rund eine Million Euro betragen. Der Ausschuss sprach sich dafür aus, dass sich ab sofort der Schulverband der Klaus-Groth-Schule (KGS) mit dem Millionenprojekt beschäftigt – allerdings unter dem Vorbehalt, dass auch der Tornescher Finanzausschuss am kommenden Mittwoch, 19. Februar, ab 19.30 Uhr im Rathaus dieser Lösung zustimmt.

Bürgermeister Roland Krügel hofft, dass die Stadt so Geld sparen kann. Die überdachten Plätze liegen direkt neben der KGS und könnten nach seiner Auffassung zu einer Art Schulsporthalle werden. Die Kosten müssten dann alle Kommunen stemmen, die Schüler zur Klaus-Groth-Schule schicken.

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erstellt am 12.Feb.2014 | 16:03 Uhr

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