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Kreis Pinneberg : Die Kinos rüsten sich für den neuen „Star Wars“-Film

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bereits 50 Prozent der Tickets für die Premiere am 17. Dezember sind verkauft. Der Film läuft 24 Stunden am Stück. Der Spielzeughandel ist dagegen zurückhaltend.

Kreis Pinneberg | Fast zwei Monate dauert es noch, bis „Star Wars – Das Erwachen der Macht“, der siebte Teil des Heldenepos, in den deutschen Kinos anläuft. Doch schon jetzt fiebern ScienceFiction-Fans auf der ganzen Welt dem Filmstart am 17.  Dezember entgegen. Der zweite Trailer, der vergangene Woche veröffentlicht wurde, erreichte binnen 24 Stunden 30,65 Millionen Aufrufe – und damit einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde. Server von Kinobetreibern brachen unter dem Ansturm der Fans zusammen, denn schon jetzt können die ersten Tickets vorbestellt werden.

„Die Hälfte der Tickets für die Mitternachtsvorstellung sind bereits weg“, sagt Onno Dreibholz, stellvertretender Theaterleiter des Beluga Kinos in Quickborn. Er ist sich sicher, dass die 153 Plätz alle besetzt sein werden. Das gleiche gilt für das Burgkino in Uetersen. „Zudem sind ein Drittel der Tickets für die Megasound-Vorstellungen bereits vergriffen“, so Dreibholz. Am Wochenende vom 18. bis 20. Dezember wird sich in beiden Kinos alles um die Weltraumsaga drehen. „Wir wollen ‚Star Wars‘ rund um die Uhr zeigen“, erläutert Dreibholz. Sieben bis acht Vorstellungen seien pro Tag geplant. „Wir halten durch. Mal schauen, wie es bei den Zuschauern ist“, sagt der stellvetretende Theaterleiter grinsend. Die Idee, alle sieben Teile nacheinander zu zeigen, scheiterte jedoch. „Wir hatten sogar Kontakt mit den Lucasfilm in den USA, aber da die Rechte zu verteilt sind, können wir das leider nicht anbieten“, so Dreibholz.

Auch an den Feiertagen seien die Kinos geöffnet. „Das hatten wir im vergangenem Jahr mit dem dritten Teil des ‚Hobbits‘ auch und wir werden das Personal auch aufstocken“, sagt Dreibholz. Kommen die Leute wirklich Weihnachten ins Kino? „Definitv“, ist Dreibholz überzeugt und ergänzt: „Die Nachfrage ist grandios. Ich dachte, der Vorverkauf für ‚Shades of Grey‘ war schon gut, aber ‚Star Wars‘ toppt alles.“ Beluga-Kino-Mitarbeiterin Julia Groth ergänzt: „Das ist der meisterwartete Film des Jahrzehnts.“ Und was ist mit James Bond, der in „Spectre“ auf die Leinwand zurückkehrt? Dreibholz muss lachen: „Gegen ‚Star Wars‘ hat der keine Chance.“

Darf er den Film denn vorab sehen? „Wir bekommen die Festplatten mit den Filmen erst kurz vor dem Start. Da wir früh angefragt haben, vielleicht sogar eine Woche vorher“, erläutert Dreibholz. Und dann gibt es den Filmabend für die Mitarbeiter? Der „Star-Wars“-Fan schüttelt den Kopf: „Zu jedem Film gibt es einen Schlüssel, der online versendet wird. Ich bin mir sicher, dass der erst sehr, sehr kurz vor dem Start bei uns eingehen wird.“

Den Film gibt es noch nicht vorab, aber bereits jetzt stehen an der Kinokasse Energiedrinks mit den Bildern von Darth Vader, Chewbacca und Yoda. „Da kommt sicherlich noch einiges an Merchandising dazu“, ist sich Dreibholz sicher.

Zwei Drittel wollen den Film im Kino sehen

30,28 Euro wollen die „Star-Wars“-Fans in Schleswig-Holstein laut einer Umfrage der Suchmaschine „Deals.com“ in diesem Jahr für „Star-Wars“-Fanartikel ausgeben. Bundesweit wollen die Deutschen sogar 34Euro investieren. An der Spitze liegen Mecklenburg-Vorpommern mit 51,61 Euro und Hamburg mit 44,17 Euro. 30 Prozent der Bundesbürger können sich vorstellen die Produkte zum Film für sich oder zum Verschenken zu kaufen. Jede vierte Frau plane bis zum Jahresende „Star-Wars“-Produkte zu verschenken.
Zudem wollen 67 Prozent der Deutschen, „Star Wars – Das Erwachen der Macht“ im Kino zu sehen. 29 Prozent schwanken laut „Deals.com“ noch. Sechs von zehn Deutschen haben mindestens einen der bisherigen „Star- Wars“-Filme gesehen. 41 Prozent der Männern und jede fünfte Frau kennen sogar alle sechs Episoden.

 

Neben den Einnahmen an der Kinokasse plant Disney auch mit Einnahmen aus Fan- und Merchandisingartikel. Laut Analysten darf die Spielwarenindustrie allein in diesem Jahr mit einem Umsatz von drei Milliarden Dollar (etwa 2,7 Millionen Euro) durch „Star-Wars“-Artikel rechnen. Im kommenden Jahr könnte sich der Betrag laut der Marktforscher von Morgan Stanley noch einmal verdoppeln. Allein mit Fanartikeln sollen seit dem erscheinen des ersten Teils 1977 mehr als 20 Milliarden US-Dollar (etwa 18,1 Milliarden Euro) erwirtschaftet worden sein. Der Hype sei aber noch nicht im Kreis angekommen.

„Bei uns ist es seit letztem Jahr sehr ruhig beim Thema „Star Wars“, sagt Birgit Nowak, Inhaberin von Spielwaren Zobawa in Rellingen. Dabei sei das Angebot mit Puzzles, Würfel- und Kartenspielen, CDs, Büchern und vor allem Lego-Produkten gigantisch. „Lego läuft definitiv am besten, aber die gewaltige Nachfrage ist derzeit nicht da“, sagt Nowak und ergänzt: „‚Star Wars‘ war eine zeitlang richtig heiß. Wenn Ware ankam, wurde sie uns quasi aus den Händen gerissen.“

Doch gerade die Modelle aus den bunten Klötzchen sorgen für Zurückhaltung, was die Prognosen angeht. „Seit dem Sommer gibt es Lieferprobleme bei Lego“, sagt Verkäuferin Petra Heinssen. Nowak ergänzt: „Es ist etwas unglücklich mit dem Film, wenn jetzt alle Lego haben wollen. Dann können wir nur hoffen, dass geliefert werden kann.“ Besonders vorbereitet habe man sich nicht. „Es wäre schön, wenn der Hype wiederkommt, aber da warten wir ab“, sagt Nowak und schiebt nach: „Ich habe auch noch kein Kinoticket.

Weltraumsaga spielte bereits 3,9 Milliarden Dollar ein

Drehbuchautor, Produzent und Regisseur George Lucas veröffentlichte am 25. Mai 1977 mit „Krieg der Sterne“ den ersten Film des Heldenepos „Star Wars“. 1980 folgte „Das Imperium schlägt zurück“ und drei Jahre später „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“.
Zwischen 1999 und 2005 veröffentlichte Lucas die Teile „Die dunkle Bedrohung“, „Angriff der Klonkrieger“ und „Die Rache der Sith“, die vor den drei Ursprungsfilmen spielen. „Das Erwachen der Macht“, der am 17. Dezember dieses Jahres weltweit in den Kinos startet, ist der siebte Teil und spielt 30 Jahre nach der Rückkehr der Jedi-Ritter.
Der Film, der etwa 200Millionen Euro gekostet haben soll, ist die erste Produktion der Disney-Studios, die sich 2012 die Rechte für die Episoden VII, VIII und IX für etwa vier Milliarden US-Dollar sicherten. Die weiteren Teile sollen im Abstand von zwei bis drei Jahren in die Kinos kommen. Die bisherigen Teile spielten an den Kinokassen mehr als 4,4 Milliarden US-Dollar (etwa 3,9 Milliarden Euro) ein. Inflationsbereinigt wären es sogar fast  8,2 Milliarden Euro. Die „Star Wars“ Filme waren insgesamt 22 Mal für den Filmpreis Oscar nominiert. Siebenmal wurden sie ausgezeichnet – sechs der Auszeichnungen entfielen auf die Episode IV.

 
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erstellt am 27.Okt.2015 | 10:00 Uhr

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