Betreuungsplätze : Die Kinder sollen in Hasloh bleiben

Die Räume des jetzigen Robinson-Kindergartens könnten nach dem Umzug von der Grundschule genutzt werden.
Die Räume des jetzigen Robinson-Kindergartens könnten nach dem Umzug von der Grundschule genutzt werden.

Gemeinde muss Geld in die Hand nehmen, um die Räume am Mittelweg nutzen zu können.

shz.de von
28. März 2017, 16:30 Uhr

Hasloh | „30 Kinder werden im Sommer den Kindergarten Richtung Schule verlassen. Der Bedarf an Kita-Plätzen ist dann aber um 16 höher“, erläuterte Gunnar Schacht (SPD) als Vorsitzender in der Sitzung des Finanzausschusses das Problem der Gemeinde bei der Bereitstellung von Kita-Plätzen.

Der Robinson-Kindergarten unter Trägerschaft des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) biete derzeit zwei Gruppen für 15 Kinder. Zudem gäbe es drei Gruppen in der evangelischen Kita. Für die Nachfragen im Sommer nicht genug. Daher könnte es zum großen Stühlerücken kommen.

Die Peter-Lunding-Schule benötigt während der Sanierungsphase Ausweichmöglichkeiten für zwei Klassen. Dafür könnten Räume im Robinson-Kindergarten übernommen werden, wenn dieser in den Mittelweg 4 ziehen würde, wo bisher die evangelische Kita untergebracht war. „Dort könnten wir die zwei Gruppen von aktuell 15 auf 20 Kinder aufstocken und durch den dritten Gruppenraum bestünde die Möglichkeit, eine dritte Gruppe mit 20 Kindern einzurichten“, erläuterte Schacht. Gleichzeitig könnte die Kita der Kirchengemeinde entlastet werden, wo derzeit mit einer Sondergenehmigung 22 Kinder in den Gruppen untergebracht sind. „Damit würden wir einige positive Effekte erreichen“, betonte Schacht.

Der ASB habe bei ersten Gesprächen seine Bereitschaft zum Umzug signalisiert. Es gab auch schon Ortstermine und erste Planungen. Der erste Kostenentwurf für den Umbau der Räume im Mittelweg sah Kosten in Höhe von 118.000 Euro vor. „Einige Positionen waren schon ,Wünsch dir was‘“, sagte Schacht. In einer zweiten Kalkulation sank der Betrag auf 62.500 Euro.

Dafür wurden 40.000 Euro für eine Küche eingestellt. „Ich denke, dass das für eine Ausgabeküche nicht notwendig ist und wir mit 10.000 Euro hinkommen“, sagte Schacht. 12.500 Euro würden für Möbel und Inventar und etwa 25  000 Euro für Spielgeräte auf die Gemeinde zukommen, sofern keine vom bisherigen Spielplatz an der Kita übernommen werden können. „Ich denke, wir reden insgesamt von 80.000 bis 100.000 Euro, um 30 neue Plätze zu schaffen“, sagte Schacht.

Auswärtige Unterbringung teuer

Würde die Gemeinde die Plätze in anderen Gemeinden nutzen, wäre pro auswärtiger Unterbringung 350 Euro pro Kind fällig. „Das wären im Jahr 67.000 Euro“, rechnete der Finanzausschussvorsitzende vor. Er betonte: „Wir wollen alles dafür tun, dass Kinder in der Gemeinde untergebracht werden.“

Zur Deckung der Investitionskosten könnten die Bundeszuschüsse, die die Gemeinde für den Bau der evangelischen Kita Kronkamp in Höhe von 52  437 Euro erhalten hat, genutzt werden. Somit bleibe für die Gemeinde ein Restbetrag von 30.000 bis 50.000 Euro offen. „In der Kalkulation sind sicherlich noch Positionen, die man streichen kann“, sagte Thomas Krohn (CDU).

Am Donnerstag, 30. März, soll es eine Begehung mit dem ASB am Mittelweg geben. „Ich denke, dass wir eine Haushaltsstelle finden, wo wir das Geld abzwacken können“, sagte Schacht aufgrund einer Umbuchung von fast 1,7 Millionen Euro im investiven Bereich aus dem Jahr 2016.

„Ich glaube, das Gesamtgebilde wäre eine Lösung, die auch eine Zukunftsperspektive bietet“, so Schacht. Für die Kinder seien es kurze Wege, die Umbaumaßnahmen seien überschaubar und die Raumprobleme für Kitas und Schulen seien gelöst. Kosten für die Mitarbeiter würden natürlich noch hinzukommen. Allerdings dränge in der Sache die Zeit: „Wir müssen zum Beginn des Kita-Jahrs am 1. August handlungsfähig sein“, mahnte Schacht zur Eile.

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