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Pinneberger Tageblatt

15. Dezember 2017 | 00:23 Uhr

Halstenbek : "Die Katastrophe wird kommen"

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Anwohner Christian Oestmann fordert neues Sicherheitskonzept an Dockenhudener Chaussee/Ecke Datumer Straße.

shz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Seit 1993 wohnt Christian Oestmann mit Frau und zwei Töchtern (acht und zwölf Jahre) am Armwischenweg in Halstenbek. Idylle pur im Bereich Brande und Nienhöfen. Wiesen bis zum Horizont. Sackgasse. Doch um die Ecke, da tobt das pralle Leben. Auf der Dockenhudener Chaussee, Landesstraße 104. Ein- und Ausfallstraße. Und an der Kreuzung zur Datumer Straße herrscht laut Oestmann ein täglicher Ausnahmezustand: Fußgänger haben verloren, Autofahrer versuchen, sich wegen schlechter Straßeneinsicht vorsichtig heranzutasten. Nach seiner Meinung ein Unfallschwerpunkt. Oestmann prophezeit: "Die ganz große Katastrophe wird kommen."

Der Diplom-Informatiker fühlt sich nicht als Verkehrsexperte. Es sei eher ein Bauchgefühl. Doch das täusche nicht. Es fehle an sicheren Geh- und Fußwegen, das Stopp-Schild sei eine Farce. "Hält sich kaum einer dran."

Gibt es denn von seiner Seite Lösungsvorschläge? Oestmann überlegt. Eine Ampelanlage? "Nicht so leicht zu realisieren." Ein Kreisverkehr? "Geht nicht. Zu eng." Ein Zebrastreifen? "Gibt es laut Verwaltung nicht mehr." Zusätzliche Stop- und Warnschilder? "Gibt es zu wenige.

Oestmann hat sich nach eigenen Angaben bemüht. Bei den Behörden in Halstenbek. Bei Entscheidungsträgern in Sachen Verkehr auf höherer Ebene - in Pinneberg. Doch da sei er abgeblitzt. Zu kompliziert sei die Situation. Zuständigkeiten in Sachen Landes- und Gemeindestraße würden aufeinanderprallen, sagte Oestmann bei trüber Winter-Frühling-Stimmung unterm aufgespannten Regenschirm.

Doch aufgeben? Nicht mit ihm. "Wir müssen wachrütteln. Ich fordere von der Politik nicht nur Meinungen. Sondern diese müssen auch umgesetzt werden." Oestmann hat Angst um seine beiden schulpflichtigen Töchter. Und ist froh, dass 2006 zwischen Armwischenweg und Datumer Straße ein Gehweg zur Sicherheit der Schulkinder angelegt wurde. Ein Anfang. Oestmann hofft innigst: "Hoffentlich nicht das Ende."

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