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Aktionswoche in Pinneberg : Die Jugendclubs stellen sich vor

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Offene Kinder- und Jugendarbeit steht im Fokus. Verantwortliche wünschen sich mehr Personal.

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2016 | 12:30 Uhr

Pinneberg | Die Vielfalt der Arbeit der Jugendzentren an einem Tag präsentieren – keine leichte Aufgabe. Bei Zaubershow, Trommel- und Graffiti-Aktionen haben Passanten am Sonnabend einen Einblick in die Arbeit der örtlichen Jugendclubs bekommen. Mädchen wie Jungen vergnügten sich unter dem Motto Spiel, Spaß und Sport auf dem Pinneberger Rathausvorplatz. Zauberer Elias ließ Karten verschwinden und Tische vor sich schweben. „Unser Hauptanliegen ist, die Jugendzentren als Anlaufpunkt für alle Kinder und Jugendliche im Kreis bekannt zu machen“, so der Leiter des Geschwister-Scholl-Hauses, Jens Schmidt.

Der Aktionstag in Pinneberg war die Auftaktveranstaltung der landesweit veranstalteten Woche der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Außer den Pinneberger Einrichtungen Geschwister-Scholl-Haus und Kinder- und Jugendtreff Club Nord waren Jugendzentren aus Halstenbek (JubA23), Bönningstedt und Hasloh (KiJu und JuRa), Schenefeld (Juks) und Wedel (KiJugz) vertreten. Ähnliche Veranstaltungen folgen in den nächsten Tagen in anderen Gemeinden und Städten – beispielsweise in Wedel am 8. Juni auf dem Rathausplatz.

Jugendliche nutzten die Chance, um auf extra aufgestellten roten Sofas ins Gespräch zu kommen. „Das rote Sofa hat eine symbolische Bedeutung“, erläuterte Freimut Falk, Leiter der Halstenbeker Einrichtung JubA23. Jugendliche konnten den gemütlichen Platz nutzen, um sich mit Erwachsenen auszutauschen. „Zwischen Jugendlichen und Erwachsenen besteht häufig eine Distanz“, so Falk. Das Sofa bot insofern die Möglichkeit, sich näher zu kommen.

Die Stadt Pinneberg hat insgesamt drei Einrichtungen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Der Kinder- und Jugendtreff Komet befindet sich An der Raa 3 und richtet sich an Jungen und Mädchen zwischen acht und 14 Jahren. Dieselbe Zielgruppe hat der Schüler- und Jugendtreff Club Nord, Schulenhörn 40. Das Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße 8, richtet sich an die Jugendlichen bis 18 Jahre.

„Das Jugendzentrum ist für viele Jugendliche ein zweites Wohnzimmer“, erläuterte Falk. Hier könnten sie einen Zuhörer finden und Mahlzeiten zu sich nehmen. „Viele Eltern haben nicht die Zeit, den Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht zu werden“, so der Jugendclubleiter. Deshalb verbringen einige Schüler dort ihren Tag. Die Mitarbeiter der Jugendclubs fungieren nach eigener Auskunft häufig als Beziehungsarbeit leistender Elternersatz.

„Wir bieten den Jugendlichen einen geschützten Raum, wo man sich treffen- und Spaß haben kann“, so Falk. Die Bildungsarbeit sei auf augenblickliche Bedürfnisse abgestimmt. „Wir würden uns zukünftig mehr Personal für unsere Arbeit wünschen“, bilanzierte Schmidt. Dann könne man Jugendlichen mit mehr Angeboten noch mehr gerecht werden.

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