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Kreis Pinneberg : Die Herausforderungen für das Jahr 2016

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vier Fragen, vier Antworten: Vier Persönlichkeiten aus der Region werfen einen Blick zurück auf 2015 und einen Blick voraus auf 2016.

Pinneberg/Rellingen/Wedel/Quickborn | Das Jahr geht zu Ende: Zeit zum Resümee ziehen, sich auf neue Aufgaben vorzubereiten und eventuell gute Vorsätze zu fassen. Die Redaktion hat vier Personen aus dem Kreis Pinneberg jeweils vier Fragen gestellt. Das sind Uwe Hönke (Geschäftsführer VfL Pinneberg), Marc Trampe (Verwaltungssprecher der Stadt Pinneberg und Rellinger Bürgermeisterkandidat), Heike Bliedung (Mitgründerin der „Spiel-i-othek“ in Quickborn) und Michael Koehn (Vorsitzender des Klimaschutzfonds Wedel).

Was war 2015 Ihr wichtigstes Erlebnis?

Uwe Hönke: Ende Februar hat meine Tochter Stina, die in Magdeburg das Sportinternat besucht und für den dortigen Magdeburger FFC spielt, gegen Werder Bremen ihr erstes Bundesligator erzielt. Ich war im Magdeburger Stadion und konnte das Tor live verfolgen. Das war schon ein besonderer, stolzer Moment, an den ich immer wieder sehr gern zurückdenke.
Marc Trampe: Ein besonderes Ereignis war sicherlich die Bekanntgabe der Bürgermeisterkandidatur in Rellingen. Rellingen ist die Gemeinde, in der ich meine Kindheit und Jugendzeit verbracht und zu der ich bis heute eine enge Verbindung habe. Das Amt ist für mich eine Herzensangelegenheit. Besonders gefreut hat mich, dass ich alle Rellinger Parteien überzeugen konnte, mich als unabhängigen Bürgermeisterkandidat im kommenden Jahr zu unterstützen.
Heike Bliedung: Ich war sehr erstaunt über den Vorschlag zur Wahl zum Menschen des Jahres, und möchte mich hiermit bei allen, die für mich gestimmt haben, herzlich bedanken. Uns begeistern immer wieder die strahlenden Kinderaugen bei unseren Außenveranstaltungen.
Michael Koehn: Es gab für den Klimaschutzfonds Wedel zwei herausragende Ereignisse. Zum einen die erste „UmweltWoche Wedel“. Hier haben wir, gemeinsam mit vielen Akteuren aus den Wedeler Schulen und Umweltorganisationen, einen kritischen Blick auf unseren Umgang mit Plastik geworfen. Niemand kann heute absehen, wie unsere Nahrungsquellen mit den riesigen Mengen an Plastiktüten, Geisternetzen und anderen fast unverrottbaren Abfällen fertig werden. Auch die gesundheitlichen Folgen der „Plastizierung“ unserer Getränkeflaschen sind noch unabsehbar. Die zweite für den Klimaschutzfonds und alle Menschen wichtige Begebenheit war natürlich die Einigung von 195 Ländern auf ein Klimaschutzabkommen. Wir hoffen zuversichtlich, dass damit nun die Grundlage für den Erhalt des für uns alle verträglichen Klimas gelegt werden konnte.

Was hat Sie 2015 besonders enttäuscht?

Uwe Hönke: Das gescheiterte Olympiareferendum in Hamburg hat mich sehr enttäuscht. Ich bin heute noch fassungslos, wie leichtfertig eine einmalige Chance vergeben wurde. Wir alle hätten von olympischen und paralympischen Spielen in Hamburg enorm profitiert. Aber leider scheint es so zu sein, dass Zauderer und Bedenkenträger zunehmend an Einfluss gewinnen.
Marc Trampe: In Pinneberg laufen sehr viele Projekte positiv und es werden zahlreiche Weichen für die Zukunft gestellt. Leider konzentriert sich die öffentliche Wahrnehmung meist nur auf die Themenbereiche, die besser laufen könnten und das Positive gerät in den Hintergrund. Dies ist teilweise auch durch Interessengruppen direkt gesteuert. Dies führt dazu, dass die Stadt häufig unter Wert verkauft wird.
Heike Bliedung: Enttäuscht waren wir, dass die „Spiel-i-othek“ nicht wie geplant umziehen darf und dass die Stadt den Oktoberfest-Termin uns nicht bei Festlegung bekanntgegeben hat. Denn wir hätten unser Kinderfest lieber im Sommer veranstaltet.
Michael Koehn: Das Schicksal der vielen Flüchtlinge hat selbstverständlich auch bei den Mitgliedern des Klimaschutzfonds einen Eindruck hinterlassen. Wenn wir alle, Politik, Wirtschaft und Verbraucher, in der Vergangenheit etwas vorausschauender gehandelt hätten, wäre viel Elend vermeidbar gewesen. Die Mitglieder des Klimaschutzfonds setzen sich unter dem Motto „Global denken – lokal handeln“ seit fast 20 Jahren für die Reduzierung der Erderwärmung ein. Dadurch blieben viele Gebiete der Erde vor Überschwemmung oder Dürre verschont, Fluchtursachen würden vermieden.

Auf was freuen Sie sich 2016? Gibt es besondere Herausforderungen?

Uwe Hönke: Den Sport im VfL Pinneberg und in der Stadt weiterzuentwickeln und die Rahmenbedingungen zu verbessern ist eine stetige Herausforderung, der ich mich immer wieder gern neu stelle. Und da werden in 2016 einige Herausforderungen auf uns zukommen.
Marc Trampe: Mein großes Ziel ist, Bürgermeister der Gemeinde Rellingen zu werden. Ich möchte mitwirken, dass Bewährtes erhalten bleibt, aber gleichzeitig neue Impulse gesetzt werden, um die Zukunft Rellingens erfolgreich mit zugestalten. Mit meiner langjährigen Verwaltungserfahrung, der persönlichen Verbindung nach Rellingen, aber dem gleichzeitigen Blick von außen, verfüge ich über die notwendigen Kompetenzen für das Amt. In den kommenden Wochen und Monaten möchte ich mit vielen Rellingern und Vertretern aus Wirtschaft, Vereinen, Verbänden und Organisationen ins Gespräch kommen und insbesondere zuhören, wo die Herausforderungen liegen, die gelöst werden müssen. Auf diese Gespräche freue mich.
Heike Bliedung: Wir freuen uns schon auf unser Kinderfest am 4. Juni. Die Vorbereitungen laufen bereits. Anfang Januar renovieren wir den Raum der „Spiel-i-othek“, um auch ohne Umzug einen schöneren Anblick für die Besucher zu schaffen. Wir hoffen, dass sich noch weitere Betreuerinnen bei uns melden, die uns bei unseren Vorhaben unterstützen.
Michael Koehn: Nachdem in 2014 ein ganzes Jahr am Klimakonzept der Stadt Wedel gearbeitet wurde, freuen wir uns nun, im kommenden Jahr die Stelle eines Klimaschutz-Managers besetzen zu können. Der Klimaschutzfonds hat zugesagt, die fehlenden finanziellen Mittel bei Bürgern und Unternehmen einzuwerben. Das wird sicherlich ein Herausforderung, obwohl von jedem Wedeler Bürger noch nicht einmal ein Euro erforderlich ist.

Haben sie gute Vorsätze für das kommende Jahr?

Uwe Hönke: Nein.
Marc Trampe: Ich halte nichts von Vorsätzen zum Jahreswechsel, die eventuell schon nach wenigen Tagen wieder passé sind. Wichtig ist, mit Tatendrang durch das ganze Jahr zu gehen.
Heike Bliedung: Wir werden versuchen unsere Besucher weiterhin zu begeistern. Die Spieleabende, immer am letzten Freitag im Monat, möchten wir gern zu einem festen Termin werden lassen.
Michael Koehn: Der Klimaschutzfonds möchte auch weiterhin die Menschen in Wedel dabei unterstützen, den Ressourcenverbrauch geringer zu halten und die Verschmutzung von Luft und Umwelt zu reduzieren. Dafür suchen wir Helfer und haben uns vorgenommen, im kommenden Jahr neue Mitglieder zu werben. Damit soll die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden und die Effizienz damit gesteigert.

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erstellt am 25.Dez.2015 | 17:38 Uhr

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