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Uetersen : Die Hagebuttenbühne feiert Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Seit 25 Jahren werden verschiedenste Stücke auf der Theaterbühne aufgeführt.

Uetersen | Schillernde Märchen für die Kleinen, bissiges Kabarett und gefühlvolle Dramen für die Großen, dafür steht die Uetersener Hagebuttenbühne – und das nun seit genau 25 Jahren.

Zum Jubiläum laden die mehr als 60 Mitglieder zum Theaterfest in die Museumsscheune Langes Tannen: Am Freitag, 29. August, geht um 19.30 Uhr nochmal der Vorhang für die letztgespielte Komödie „Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“ auf und am Sonnabend, 30. August, wird von 13 bis 18 Uhr gefeiert.

Zum Jubiläumsfest sorgt die Hagebutten-Band für den musikalischen Rahmen und die Jugendgruppe „Hage-butten Youngsters“ präsentiert Impro-Theater. Außerdem können sich junge und junggebliebene Theaterfans unter anderem auf Schminken, Kostümanprobe, ein Theaterquiz, eine Märchenolympiade, Jonglieren und Leckereien freuen.

Intendant Oliver Rühmkorf ist ein Mitglied der ersten Stunde. „1989 kamen ein paar Menschen in Uetersen auf die Idee, ein Amateurtheater aufzubauen“, erzählt er. „Unser erstes Stück war ein Weihnachtsmärchen, Rumpelstilzchen. Das hat Siegrid Junge in ein Bühnenstück umgeschrieben, Kai Riedemann hat Musik komponiert und weitere Mitglieder haben Kostüme und Bühnenbild hergestellt.“ Angefangen hat es mit etwa 25 Theaterbegeisterten, einer davon der 22-jährige Rühmkorf, damals das Rumpelstilzchen. Gespielt wurde im Uetersener Gasthof „Zur Erholung“ mit etwa 200 Plätzen im Theatersaal, die allesamt ausverkauft waren: Das Weihnachtsmärchen sei damals wie eine Bombe eingeschlagen. Zum Jubiläum kommt das cholerische Rumpelstilzchen dieses Weihnachten erneut auf die Bretter – in einer modernisierten Produktion, jedoch mit dem alten Hauptdarsteller. Das Stück schreibt diesmal Rühmkorfs Frau Marnie, die erste Vorsitzende des Vereins, die 1992 zu der Truppe stieß. Auch die Kinder der Rühmkorfs sind schon mit im Boot: Kaja (2) und Mika (4) sind die jüngsten Mitglieder. „Es ist schön, dass wir viele Theaterfamilien bei den Hagebutten haben, da hat man von zu Hause große Unterstützung“, sagt Marnie Rühmkorf.

In den 25 Jahren habe sich ein unglaublicher Fundus angesammelt, nach wie vor wird alles selbstgenäht – immer noch vom mittlerweile ältesten Mitglied, Lotti Reichel (80). 65 Stücke hat der Verein bis heute gespielt, auch Kooperationen mit der Theatergruppe des Ludwig-Meyn-Gymnasiums standen immer wieder an. Seit 2004 schult der wöchentliche Workshop „Hagebutten Youngsters“ den Nachwuchs und mittlerweile gehört auch die Hagebutten Band fest zum Ensemble.

Gefragt nach dem erfolgreichsten Stück fällt den Rühmkorfs spontan keines ein: „Eigentlich ist alles sehr gut angekommen. Aber das aufwendigste Stück war wohl das Musical ‚Jaguars Kinder‘ mit Livemusik.“ Und Probleme bei Aufführungen? Ausgefallene Schauspieler, ausgefallener Strom und umgefallene Bühnenbilder, das hat’s schon gegeben. Und keiner habe vergessen, wie im Jahr 1995 bei einem Gastspiel auf Helgoland das Equipment mit Schubkarren durch den Schnee zum Spielort geschafft werden musste. Doch auch das hat die Hagebuttenbühne geschafft, ab durch die Mitte.

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erstellt am 20.Aug.2014 | 16:00 Uhr

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