Die große WetterverschwörungLange Nacht der Literatur: Autor Uwe Laub stellt im Pinneberger Bücherwurm seinen lesenswerten Katastrophen-Thriller „Sturm“ vor

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25. August 2018, 16:30 Uhr

Nichts verkauft sich so gut wie Nachrichten über das Wetter. Das hat sich wohl auch Autor Uwe Laub gedacht und seinen spekulativen Katastrophen-Thriller „Sturm“ (Heyne Verlag, München, 399 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-453-41980-3) vorgelegt. Gespickt mit wissenschaftlichen Fakten, aber auch Verschwörungstheorien über „Wettermacher“.

Am Sonnabend, 1. September, liest er aus seinem Roman im Pinneberger Bücherwurm im Zuge der Veranstaltungsreihe „Lange Nacht der Literatur Hamburg.“ Der Eintritt beträgt zehn Euro. „Die ersten 40 Karten sind schon verkauft“, sagte Buchhändlerin Lena Rahlf. Gestern stellte sie mit Geschäftsleiterin Anke Marckmann die Veranstaltung vor, die auf große Resonanz stößt.

Doch zurück zum Buch: Ein Wirbelsturm zerstört das Berliner Olympiastadion und tötet mehrere hundert Besucher eines Fußballspiels. In Sibirien steigt die Temperatur innerhalb von Stunden mitten im Winter auf 20 Grad plus. In Australien verdunstet das gesamte Wasser eines großen Sees. Und über Hannover regnen während eines Gewitters faustgroße Hagelkörner herab. Das Wetter ist außer Kontrolle.

Mit diesem dramatischen Szenario beginnt Laubs Roman „Sturm“. Laub hat sich amerikanische Autoren wie Michael Crichton oder Douglas Preston zum Vorbild genommen: Viele Handlungsstränge, wechselnde Schauplätze, wissenschaftliche Fakten und Einzelschicksale. Dazu eine nicht allzu komplizierte Sprache – fertig ist der Pageturner wie die Amerikaner Bücher nennen, die man nicht aus der Hand legen kann. Im Mittelpunkt steht Daniel, ein Journalist und Meteorologe, der gemeinsam mit einem Freund einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Im Fokus ihrer Recherche steht eine Technologiefirma. Am Ende deckt der Reporter eine Wetterverschwörung auf.

Die Idee sei Laub, der 1971 in Rumänien geboren wurde, bei der Lektüre einer US-Studie von 1996 zu den Möglichkeiten der Wettermanipulation gekommen. In China soll die sogenannte Wetteränderungsbehörde die Möglichkeit haben, ins Wetter einzugreifen. Die Stuttgarter Zeitung berichtete erst kürzlich, dass in China ein Großversuch zur künstlichen Erzeugung von Regen vorbereitet werde. So solle verhindert werden, dass die Tibetische Hochebene – bedingt durch den Klimawandel – zur Wüste wird.

Beunruhigende Pläne, die Laub konsequent zu Ende denkt, indem er einen Plot präsentiert, bei dem Wettermanipulationen eine neue Methode der Kriegsführung darstellen. Starker Tobak.

Für den Wissenschafts-Thriller „Sturm“ hat Uwe Laub jahrelang recherchiert. Für wie realistisch hält er aber sein Szenario? „Leser können diese Fragen am Sonnabend an den Autor richten. Wir freuen uns sehr auf die Lesung“, sagte Marckmann. Beginn in der Buchhandlung ist um 17 Uhr.

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