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Ellerbek : Die Gemeinde hat zu wenig Kita-Plätze

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kreis bewertet das Angebot als nicht ausreichend. Die Gemeinde muss jetzt handeln.

von
erstellt am 04.Nov.2015 | 12:15 Uhr

Ellerbek | Nach Einschätzung des Kreises, der diese Zahlen alle zwei Jahre überprüft, fehlen ab dem kommenden Jahr in Ellerbek 45 Krippen- und 43 Kindergartenplätze. Bereits im Januar ermittelte das Amt Pinnau die Entwicklung des Bedarfs an Betreuungsplätzen für Kinder. Dabei stellte sich heraus, dass sowohl im Krippenbereich – von null bis drei Jahre – als auch im Elementarbereich – ab drei Jahre bis zur Einschulung – Plätze fehlen. Derzeit sind 10 Krippen- und 100 Elementarplätze vorhanden.

„Bei diesen Berechnungen ist zu beachten, dass der Kreis nur die nackten Zahlen der tatsächlich vorhandenen Kinder heranzieht, die Anmeldezahlen in der Ellerbeker Einrichtung jedoch niedriger sind“, sagt Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP). Dennoch bestehe Handlungsbedarf.

„Es werden nicht mehr Kinder geboren, sondern die Nachfrage an Betreuung ist erheblich angestiegen“, erklärt Hildebrand. Nur wenige Mädchen und Jungen würden heute noch zu Hause betreut, dem müssen wir uns anpassen“, sagt der Bürgermeister. Bislang hätten Spitzen noch durch Tagesmütter oder das Aufstocken der Elementargruppen – derzeit sind dort 22 statt 20 Kinder pro Gruppe – aufgefangen werden können. „Der Bedarf steigt immer weiter, das können wir im Krippenbereich etwa durch Einrichtung einer Familiengruppe nicht mehr regulieren“, erklärt Hildebrand.

Seine Fraktion habe deshalb bereits zur vergangenen Sitzung des Schulausschusses einen Antrag gestellt. „Wir wollen, dass ein Architekt Entwürfe erarbeitet, wie der Kindergarten erweitert werden kann“, berichtet Hildebrand. Da dieser Antrag vertagt worden sei, komme er in der Sitzung am Dienstag, 10. November, erneut auf den Tisch. Beginn der Beratungen im Medienraum der Hermann-Löns-Schule ist um 19.30 Uhr.

Platz für eine Erweiterung ist durchaus vorhanden: Der Pächter des Clubraums, der zwischen Schule und Kindergarten im Gebäudekomplex am Rugenbergener Mühlenweg zu finden ist, hat bereits vor Monaten aufgegeben. „Offensichtlich ist der Bedarf, nach dem Training oder nach Spielen noch ein Lokal zu besuchen, gesunken“, mutmaßt Hildebrand. Der Betrieb sei in den vergangenen Jahren zunehmend unwirtschaftlicher geworden, daher verzichte die Gemeinde darauf, nach einem neuen Pächter zu suchen.

„Das Gebäude ist zwar alt, aber wir haben immer wieder in Verbesserungen wie etwa Wärmedämmung investiert“, versichert der Bürgermeister. Um den Umbau finanzieren zu können, wolle sich die Gemeinde um Zuschüsse bemühen.

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