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Tod von Herwart Straub : Die Finanzen immer im Auge

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Halstenbeker FDP-Politiker wirkte 26 Jahre in der Kommunalpolitik. Die Beisetzung ist am 23. Oktober.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Am 19. Juli 2014 hätte Herwart Straub seinen 70. Geburtstag gefeiert. Doch die heimtückische Krankheit, die den FDP-Kommunalpolitiker aus Halstenbek seit einem Jahr quälte, machte ihm einen Strich durch die Hoffnung. Am Donnerstag, 10. Oktober, ist das Urgestein der Liberalen gestorben.

Was bleibt von einem Menschen, der im April 1986 erstmals die politische Bühne betrat und als bürgerliches Mitglied Akzente im Bauausschuss setzen wollte? Was bleibt von einem Menschen, der seit 1990 in der Gemeindevertretung saß und seit 1998 als Fraktionschef das politische Streitgespräch und den Dialog suchte? Was bleibt von einem Menschen, der im Finanz- und Werkausschuss saß, auch den zweiten stellvertretenden Bürgermeister-Job von 1992 bis 1994 meisterte und sich in den zurückliegenden acht Jahren im wichtigen Hauptausschuss engagierte?

Es sind vor allem seine Wortbeiträge ohne großes Mimenspiel, die dem neutralen Beobachter in Erinnerung bleiben. Seine bisweilen druckreifen Ausführungen gab der Vater einer Tochter sowie Großvater von zwei Enkelkindern mit einer stoischen Gelassenheit und Ernsthaftigkeit von sich, dass ihm ein Lächeln manchmal gut gestanden hätte.

Doch dafür war Straub nicht zu haben. Der Diplom-Ingenieur für einen großen Konzern und bis April 2013 Dozent für Elektrotechnik in Hamburg ging es meist um eine Sache: den Haushalt in der Balance zu halten. „Ausgaben können nur genehmigt werden, wenn auch das Geld vorhanden ist“, lautete sein Motto. Seine Parteifreunde Rainer Urban (FDP-Ortsvorsitzender) und Fraktionschef Volker Dannhauer wussten das und druckten Straubs unverrückbare Meinung in der Todesanzeige.

Projekte wie der bevorstehende Neubau des Gymnasiums bekämpfte Straub beispielsweise mit großer Skepsis. Lieber sanieren und damit im finanziellen Rahmen bleiben – das war Straubs Einstellung. Er scheute dafür keine Konfrontation. Sein Zwist mit Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann wurde öffentlich ausgetragen. Kein Problem für Straub – verbiegen ließ er sich nicht. Auf Kompromisse ließ er sich dann ein, wenn die Argumente überzeugten.

Zur Kommunalwahl im Mai 2013 stand Straub als Spitzenkandidat im Fokus. Doch die Kräfte schwanden, sein Mandat legte er nieder.

Der Termin für die Beisetzung steht fest: Mittwoch, 23. Oktober, um 13 Uhr in der Kapelle des Halstenbeker Friedhofs.

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