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Pinneberger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 06:04 Uhr

Rellingen : Die Feuerwehr feiert 75. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gründungsmitglieder Albert Hatje und Ernst-Otto Kruse ausgezeichnet. Egenbütteler feiern beim Kinder- und Dorffest mit.

Rellingen | „Wir wollen und werden die Feuerwehr für Egenbüttel bleiben“, sagte Wehrführer Thomas Heidorn am Sonnabend in seiner Festrede zum 75-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Egenbüttel. Am 6. Juni 1942 wurde sie gegründet und löste damit eine der letzten Pflichtwehren in Schleswig-Holstein ab. „18 zumeist Jugendliche waren angetreten, um die Freiwillige Feuerwehr zu gründen“, erinnerte Heidorn.

Gestartet war die Wehr mit einer Handtragespitze und einer Druckspritze. „Da das Geld knapp war, gab es regelmäßig Theateraufführungen und Feuerwehrbälle. Das Geld wurde komplett in neue Gerätschaften investiert“, berichtete Heidorn. Im Jahr 1949 wurde das erste Auto angeschafft, ein Jahr später wurde ein ehemaliger Krankenwagen erworben, um die Löschgeräte komfortabler transportieren zu können. „Das erste Löschfahrzeug wurde 1957 gebraucht von der Rellinger Wehr erworben“, berichtete Heidorn. Doch führte dies zu Problemen: „Die alte Wache wurde zu klein. Somit musste eine neue gebaut werden. Der Innenausbau erfolgte in Eigenregie. So war das damals“, erinnerte Heidorn. Am 1. Januar 1974 erfolgte die Zusammenlegung mit der Freiwilligen Feuerwehr Rellingen, wobei Egenbüttel als Ortswehr erhalten blieb. 1977 wurde die aktuelle Wache gebaut.

Etwas melancholisch sagte Heidorn: „Es ist schon etwas traurig, dass es mit dem SC Egenbüttel und uns nur noch zwei Institutionen in Egenbüttel gibt.“ Auch die Namensnennung vermisse er auf den Ortsschildern. „Vielleicht sollte man Egenbüttel, Gemeinde Rellingen, draufschreiben. Viele Neubürger wissen ja gar nicht mehr, wo sie wohnen“, scherzte er. Acht Wehrführer haben die Freiwillige Feuerwehr Egenbüttel seit ihrer Gründung geführt. „Wenn ich persönlich zurückdenke, hatten es die Wehrführer früher leichter. Die mussten nur auf ihre Schulterstücke zeigen und dann wurde gemacht, was sie gesagt haben. Heute muss man schon mal Bitte sagen“, sagte Heidorn lachend. Geblieben sei aber immer die gute Kameradschaft. „Es ist immer wichtig, dass sich freiwillige Bürger finden, die helfen, die Freiwillige Feuerwehr am Leben zu erhalten“.

„Es ist immer etwas Besonderes, wenn Gründungsmitglieder bei einem Jubiläum dabei sind. Heute habe ich aber besonderen Respekt davor“, sagte Rellingens Bürgermeister Marc Trampe, der mit Albert Hatje und Ernst-Otto Kruse zwei Gründungsmitglieder für 75-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr ehrte. „Das Aufgabenspektrum für die Feuerwehr hat sich im Vergleich zu damals deutlich geändert. Was sich nicht geändert hat, ist die Tatsache, dass die Freiwillige Feuerwehr Egenbüttel bereit steht, um ihre Bürger zu schützen“, sagte Trampe. Nach dem offiziellem Empfgang wurde am Sonnabend mit einem Kinder- und einem Dorffest im Zelt das Jubiläum gefeiert.

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