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Pinneberger Tageblatt

24. November 2017 | 14:24 Uhr

Die Eltern verzichten auf Worte

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Theodor-Heuss-Schule 87 Abiturienten verabschiedet / Schulleiter Matthias Beimel geht humorvoll auf das Thema Dauerbaustelle ein

Eine Kunst-Show der Eltern ohne Worte, Vorträge des Lehrerchors und viele Redebeiträge: Bei der feierlichen Entlassung an der Theodor-Heuss-Schule (THS) in Pinneberg gab es viele bereichernde Programmpunkte. Schulleiter Matthias Beimel hat 87 Abiturienten ihr Abschluss-Zeugnis überreicht. Der Schulleiter erinnerte an die Begrüßung der Schüler an der THS vor acht Jahren. „Damals haben wir euch mit einer Sonnenblume willkommen geheißen“, sagte Beimel. Heute überreiche er den Schülern eine symbolisch für Reife und Erfahrung stehende Rose.

Das Thema Dauerbaustelle an der THS verarbeitete der Schulleiter auf humorvolle Weise. Friedrich der Große habe eine andere Sicht auf derartige Rückstände gehabt. Der preußische König erteilte für den im Schloss Sanssouci gelegenen Park gar den Auftrag, eine Ruine vor seinem Fenster zu errichten. Diese sollte ihm als Mahnung dienen, sich nicht für materielle Dinge zu erwärmen. Beimel ermunterte die Schüler, sich den Alten Fritz zum Vorbild zu nehmen, „den Sinn nicht in materiellen Dingen zu sehen“. „Behalten sie uns in guter Erinnerung und lassen sie von sich hören“, bat der Schulleiter.

Die Schülerinnen Miriam Woltran (19) und Lara Diederichs (17) schnitten als Jahrgangsbeste ab. Preise für besondere Leistungen gingen an die Schüler Franziska Neffgen (17, Sprachen), Jakob Bastian (18, Gesellschaftswissenschaftliche Fächer), Lara Diederichs (Chemie), Malte Holm (19, Mathematik) und Nele Kienappel (19, Soziales Engagement).

Während einige Preisträger schon konkrete Berufsziele vor Augen haben, wollen andere sich noch nicht festlegen. Jakob Bastian fängt schon bald an, an der Akademie der Polizei zu studieren. „Es ist mein Traumberuf“, sagte er. Nele Kienappel plant, erst einmal nach Spanien zu gehen. Später möchte sie Medizin studieren. Die 19-Jährige hat jahrelang den Spendenlauf zugunsten des Vereins Karibuni an ihrer Schule organisiert.

Mathe-Ass Malte Holm möchte beruflich durchstarten und beginnt eine Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik. Während Lara Diederichs sich noch nicht auf ein Gebiet festlegen möchte, sammelt Franziska Neffgen Auslandserfahrungen in Kanada. Miriam Woltran studiert zukünftig Psychologie, um später vielleicht einmal im Personalwesen zu arbeiten.

Bürgermeisterin Urte Steinberg und die Klassenlehrer widmeten den Absolventen persönliche Ansprachen und sparten nicht mit Lob. Die Eltern übermittelten ihren Dank und einige Eindrücke des Schulalltags mittels einer originellen Zettel-Show. Mit der Übergabe der Abi-Zeugnisse endete der offizielle Teil. Das vorerst letzte Wiedersehen für die Schüler gibt es dann beim Abi-Ball – in Smoking und Ballkleid.


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