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Wartet auf das Okay : Die Ellerauer wünschen sich Boule-Bahn

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wählergemeinschaft hat bereits fertigen Plan in der Schublade, will die Anlage auch finanzieren.

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2017 | 13:00 Uhr

Ellerau | Mit zirka 600  000 Lizenz-Spielern ist Boule inzwischen die Kugelsportart Nummer eins in Deutschland. Allein in Schleswig-Holstein gibt es nach offiziellen Angaben 79 Boule-Vereine und inzwischen fast 200 öffentliche Boule-Plätze – Tendenz steigend. Geht es nach der Wählergemeinschaft „Aktives Ellerau“ (AE) könnte auch ihre Gemeinde demnächst einen Hinweis auf einen neuen Platz im Internet bekommen.

Das Bündnis setzt sich für den Bau ein und würde am liebsten schon im Herbst mit dem Spielen beginnen. Hinter der Idee steht vor allem AE-Vorsitzender Joachim Dose, der nach eigener Aussage bereits etwa seit drei Jahren über eine entsprechende Initiative nachdenkt. Einen Anlauf hat er bereits genommen, der allerdings im Sand verlief. Nun will er am Ball bleiben und hat inzwischen Kontakt zu Elleraus Bürgermeister Eckart Urban (SPD) aufgenommen. In einer Anfrage wird Dose durchaus konkret und hat auch schon einen Platz im Auge.

Geht es nach ihm und seinen Mitstreitern in der AE, könnte der Platz auf einem Grünstreifen zwischen dem Flüsschen Krumbek und einem Wanderweg auf der einen sowie der Wohnsiedlung Am Park auf der anderen Seite entstehen – genau vor dem Eingang von Doses Haus. „Grundsätzlich kommen auch andere Plätze in Frage, aber dieser hat den Vorteil, dass ich ihn beaufsichtigen kann“, sagt der AE-Vorsitzende. Weitere Vorteile: Der Wanderweg ist belebt, und die Grünfläche gehört der Gemeinde. Dass die Anlage genutzt wird, steht für Dose zweifelsfrei fest. „Es hat sich gezeigt, dass die Nachfrage überall dort, wo es eine Boule-Bahn gibt, immer größer wird.“ Bestes Beispiel sei Quickborn, wo die Anlage gut ausgelastet sei.

Haben die Anlage gestern abgemessen: Joachim Dose (hinten) und Mitstreiter Axel Grages.
Haben die Anlage gestern abgemessen: Joachim Dose (hinten) und Mitstreiter Axel Grages. Foto: Ellersiek
 

Auch die Frage der Kosten hat AE-Chef Dose bereits geklärt. „Wir wollen die Bahn der Gemeinde schenken.“ Etwa 4000 Euro wird der Spaß wohl kosten. Das Geld gibt die Wählergemeinschaft, die offenbar über ein entsprechendes Guthaben verfügt. „Wir werden mit befreundeten Unternehmern zusammenarbeiten.“ Einen möglichen Sponsor für eine Bank, die Dose aufstellen lassen möchte, hat er ebenfalls bereits im Auge und kündigte zudem an, die Wählergemeinschaft „Aktives Ellerau“ werde die Pflege übernehmen. Mit vielen Anliegern hat er bereits gesprochen. Das Interesse sei groß, die Zustimmung zu dem Projekt ebenfalls. „Und eine Boule-Bahn verursacht ja keinen Lärm“, schreibt Dose den wenigen Kritikern ins Stammbuch.

Nun wartet er auf eine Reaktion der Gemeinde. Schließlich hat Dose auch einen Zeitplan im Kopf. „Ich würde die Bahn gern im Herbst fertig haben, damit wir noch ein paar Tage spielen können.“ Im nächsten Frühjahr solle es dann richtig losgehen.

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