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Christuskirche in Pinneberg : Die Einbrecher knackten den Tresor

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Panzerschrank in der Sakristei wurde aus der Verankerung gerissen und ausgeräumt.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Pinneberg | „Offenbar ist manchen Menschen wirklich nichts mehr heilig.“ Pinnebergs Pastor Karl-Uwe Reichenbächer ist erschüttert. Tresorknacker haben die Christuskirche an der Pinneberger Bahnhofstraße heimgesucht, den Panzerschrank in der Sakristei aus der Verankerung gerissen und ausgeräumt. Beute: das silberne Abendmahlgeschirr. Dessen materieller Wert dürfte im vierstelligen Euro-Bereich liegen. Der ideele Wert? „Nicht zu beziffern“, so Reichenbächer.

Die dreisten Diebe haben offenbar nachts zugeschlagen. Am Sonntagabend war das Gotteshaus gegen 19.30 Uhr abgeschlossen worden. Montagvormittag hatte eine Mitarbeiterin der Gemeinde den Einbruch bemerkt. „Die Täter sind durch schmale Fenster im Bereich des Seitenschiffs eingestiegen“, so Reichenbächer.

Die Diebe hätten scheinbar gewusst, wonach sie suchten. Taufkanne, Taufschale und Mikrofone seien unberührt geblieben. „Sie sind direkt in die Sakristei gegangen“, sagt der Pastor, der seit 2012 in Pinneberg predigt – und von manch unschönem Erlebnis berichten kann. So sei vor einiger Zeit schon mal vergeblich versucht worden, die Kirchentür aufzubrechen. Zudem seien an der Bahnhofstraße kürzlich kupferne Fallrohre geklaut worden. Während Konfirmationsfeiern seien mehrere Autos der Gäste aufgebrochen worden. Für den Pastor ist nicht nachzuvollziehen, dass sich Diebe an und vor Kirchen zu schaffen machen. „‚Es gibt offenbar kein Tabu mehr.“

Froh ist Reichenbächer, dass nach dem Einbruch keine Vandalismusschäden zu verzeichnen sind. Der Pastor hofft, dass die ermittelnde Kriminalpolizei Erfolg hat. Womöglich hätten Zeugen den Vorgang bemerkt. Oder die Beute werde irgendwo angeboten. Zwei silberne Abendmahlteller, zwei große und zwei kleine Kelche sind verschwunden. Hinweise nimmt die Kripo unter der Telefonnummer 04101-2020 entgegen.

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