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Pinneberg : Die CDU ist gegen Tempo 30 auf Hauptstraßen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Lärmplanung: Die Christdemokraten fordern eine grüne Welle.

Pinneberg | Pinnebergs CDU spricht sich klar gegen flächendeckendes Tempo 30 im Stadtgebiet aus. Das machten Fraktionschef Andreas Meyer und seine Parteikollegen Carl-Eric Pudor und Jürgen Jacob während eines Pressegesprächs klar. Zudem zweifeln die Christdemokraten ein von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebenes Lärmgutachten an.

Die Expertise des Büros LK Argus hatte ergeben, dass im Stadtgebiet rund 1500 Menschen unter Überschreitungen der Lärmschutzrichtlinien leiden. Die CDU hält dem höhere Grenzwerte entgegen, die vom Landesbetrieb Verkehr veröffentlicht worden seien. „Legt man diesen um fünf Dezibel höheren Richtwert an, sind derzeit tagsüber 240 und nachts 280 Menschen so betroffen, dass Handlungsbedarf besteht“, sagt der christdemokratische Ratsherr Pudor. Es sei keineswegs strittig, dass diesen Pinnebergern geholfen werden müsse. Allerdings seien die im Lärmgutachten vorgeschlagenen Maßnahmen nur bedingt tauglich. Vor allem das Aufstellen von Tempo-30-Schildern auf Hauptstraßen komme für die CDU nicht in Frage.

„Wir müssen weiterhin gewährleisten, dass der Verkehr strömen kann“, sagt Pudor. Meyer befürchtet zudem, dass eine Verkehrsberuhigung auf wichtigen Zubringern Autofahrer in die Wohngebiete treiben könnte. Ein weiteres Argument des Fraktionschefs: Busse erzeugten bei Tempo 30 mehr Lärm, zudem würde die Abgasbelastung bei langsamer fließendem Verkehr zunehmen.

Eine Verlängerung der Burmeisterallee als zusätzliche Verbindung zwischen Thesdorf und der City bleibt für Meyer denkbar. Eine Verengung von Hauptstraßen, etwa des Thesdorfer Wegs, ist mit den Christdemokraten nicht zu machen. Die CDU will woanders den Hebel ansetzen. „Es muss möglich sein, während der Stoßzeiten eine grüne Welle hinzubekommen“, so Meyer. Er weist zudem auf den geplanten Bau der Westumgehung hin. Die neue Straße werde die Innenstadt deutlich entlasten. Insofern mache eine Lärmaktionsplanung vor Fertigstellung der Umgehung kaum Sinn.

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erstellt am 31.Okt.2014 | 12:00 Uhr

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