Die Bogenschützen rüsten auf

Wo jetzt noch hohe Gräser stehen, wollen Günter Steffen (links), Vorsitzender des Halstenbeker Schützenvereins, und Gerhard Thimm, Leiter der Bogensparte, einen Bogenschießplatz mit etwa acht Bahnen schaffen.
Wo jetzt noch hohe Gräser stehen, wollen Günter Steffen (links), Vorsitzender des Halstenbeker Schützenvereins, und Gerhard Thimm, Leiter der Bogensparte, einen Bogenschießplatz mit etwa acht Bahnen schaffen.

Halstenbeker Schützenverein plant Outdoor-Bahnen von 70 Metern / Übernahme der Planungskosten: Hauptausschuss entscheidet

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13. Juli 2018, 16:00 Uhr

Brombeerhecken, Sträucher, hohe Gräser, Wald: Eine riesige Fläche liegt hinter dem Vereinsheim des Halstenbeker Schützenvereins brach. Ein Teil davon soll nun zu einem Outdoor-Bogenschießplatz werden. 100 Meter Länge, acht bis zehn Bahnen nebeneinander – das schwebt dem Vereinsvorsitzenden Günter Steffen und Gerhard Thimm, Leiter der Bogensparte, vor. „Die Restfläche soll Wald bleiben“, sagt Steffen.

Vor kurzem gab die Gemeindevertretung grünes Licht für eine Änderung des Flächenplans, eine Voraussetzung für das Vorhaben (wir berichteten). „Das Verfahren startet jetzt“, erläutert Steffen. Unter anderem müsse ein Umweltgutachten erstellt und die Öffentlichkeit beteiligt werden. „Das dauert bestimmt so neun bis zehn Monate.“ Nicht zugestimmt wurde allerdings dem Antrag des Vereins auf Übernahme der Planungskosten: Die Entscheidung wurde in den Hauptausschuss verwiesen. 9000 Euro werden mindestens fällig. „Bei solchen Summen sind wir auf Hilfe angewiesen“, sagt Steffen. Von dem Vorschlag, der in der Sitzung der Gemeindevertretung fiel, als Gegenleistung einen Teil des Grundstücks der Gemeinde zu überlassen, hält er nichts. „Im Grundbuch steht nur einer drin“, sagt er. Für die Idee, die geplante Anlage für die Schulen zu öffnen, ist er allerdings zu haben. „Vorausgesetzt es ist ein Sachkundiger vor Ort, sind wir da zu allen Schandtaten bereit.“

Der Bogensport boomt. Zirka 90 Mitglieder zählt die Sparte in Halstenbek, darunter viele Jugendliche. Bisher wird nur im Vereinsheim geschossen. „Wir haben hier 30 bis 40 Meter und das ist schon selten“, sagt Thimm. „Normalerweise beträgt die Indoorlänge 18 Meter, also sind wir froh.“ Damit alle Schützen ohne lange Wartezeit unterkommen, sind sie verteilt auf unterschiedliche Trainingszeiten. Die neue Anlage soll zu einer Entzerrung beitragen. Und die Länge der Bahnen verdoppelt sich: 70 Meter soll die Entfernung von den Schützen zu den Zielscheiben betragen – die restlichen 30 Meter sind eine Sicherheitszone. „70 Meter sind wettkampfrelevant auf Kreis- oder Landesebene“, erläutert Thimm. Auch die 3D-Schützen, die draußen in Parcours auf Gummitiere schießen und in Halstenbek bisher gar nicht vor Ort trainieren können, haben was davon. „Alle profitieren, wenn sie diese Distanzen hier schießen können“, sagt Thimm.

Wie teuer das Projekt selbst wird, steht noch nicht fest. „Wir haben noch keine Kosten ermittelt, wir wollten erstmal sehen, ob wir das überhaupt machen können“, sagt Steffen. Vieles wollen die Mitglieder in Eigenregie machen. Für die Sicherung des Geländes brauchen sie einen Erdwall und Fangnetze, die Querschläger abfangen. Der Verein hofft auf Förderung vom Land und vom Kreis. Zuvor entscheidet aber der Hauptausschuss am 17. September über die Übernahme der Planungskosten.

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