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Studie : Die Bevölkerung im Kreis Pinneberg wächst rasant

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im Jahr 2045 werden 200.000 Menschen mehr im Hamburger „Speckgürtel“ leben. Dazu zählen die Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum-Lauenburg.

Kreis Pinneberg | Die Kommunen im Kreis Pinneberg müssen sich gemeinsam mit den Nachbarkreisen Herzogtum-Lauenburg, Stormarn und Segeberg auf ein enormes Bevölkerungswachstum einrichten. Laut einer Allianz-Studie wächst die Region Schleswig-Holstein Süd bis zum Jahr 2045 um 20 Prozent und damit um 200.000 Einwohner.

Keine andere Region in Norddeutschland hat laut der Studie einen derart steilen Bevölkerungsanstieg zu erwarten. Sie profitiert damit am stärksten von der Anziehungskraft Hamburgs − neben dem südlichen Hamburg-Umland (18 Prozent). „Es gibt einen großen Trend zurück in die großen Städte“, sagt Jens Grote, Immobilienexperte bei der Allianz. In Hamburg werden nach der Prognose 2045 knapp zwei Millionen Menschen leben.

Für den hiesigen Wohnungsmarkt bedeute der Bevölkerungszuwachs, dass sich die Lage dramatisch verschärfe, falls die Bautätigkeit nicht deutlich ausgebaut werde. „Die Kreise müssen ihre Planungen und Anstrengungen hinsichtlich der Erweiterung des Wohnungsangebotes  deutlich steigern“, mahnt Tobias Koch, Projektleiter vom Beratungsunternehmen Prognos, das die Untersuchung begleitet hat.

Beispiel Pinneberg: „Wir gehen davon aus, dass  bis zum Jahr 2025 1200 Einwohner mehr in der Stadt leben werden“, sagt Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos). Pinneberg habe den Druck erkannt und sich für die Zukunft gerüstet. Beispiele seien Wohnungsbau-Aktivitäten, die bereits begonnen haben. Dazu zählten 50 Hektar zu bebauende Fläche auf dem Rehmenfeld, 250 geplante Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Eggerstedt-Kaserne und 330 Wohnungen auf dem alten Ilo-Areal.

Ob das Wohnungsangebot Pinnebergs langfristig ausreichen wird, lässt sich derzeit nur erahnen. Der Region Schleswig-Holstein Süd insgesamt sagt die Studie eine Unterversorgung voraus, wenn sie nicht deutlich mehr baue, als sie es 2012 bis 2014 getan hat.

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erstellt am 26.Mär.2016 | 15:00 Uhr

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