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Pinneberger Tageblatt

16. August 2017 | 17:42 Uhr

Schenefeld : Die besten Ideen herausgekitzelt

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

70 Vertreter aus Verwaltung, Politik und Bürgerschaft setzen sich beim Bürgerkongress mit dem Thema Energie auseinander.

„Wir möchten heute die besten Ideen aus Ihnen herauskitzeln“, sagte Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof zur Eröffnung des zweiten Bürgerkongresses im Rathaus. 70 Vertreter aus Verwaltung, Politik und Bürgerschaft waren am Sonnabend zusammengekommen, um Ideen für die zukünftige Entwicklung der Stadt zu diskutieren. Das Thema der Zukunfts-Werkstatt lautete „Energie ist mehr als Strom“.

„Hier sind alle tierisch älter. Das ist ein komisches Gefühl, der Kleinste zu sein“, sagte Alexander Hofmann, auf die Frage von Moderatorin Traute Müller, Ex-Senatorin für Stadtentwicklung in Hamburg, nach seinen ersten Eindrücken. Auch wenn er einer der jüngsten Teilnehmer war, gehörte der Schenefelder Schüler bereits zu den alten Hasen. Vor drei Jahren hatte er die Idee einer Skaterbahn für die Jugendlichen der Stadt eingebracht, die umgesetzt wurde. „Wenn man etwas wirklich will und sich dafür einsetzt, kann man seine Ziele erreichen“, sagte Hofmann, der zusammen mit seinen Freunden Jonas Jahn, Philipp Rathscheck und Malte Westphal eines der Impulzreferate zum Thema Energie hielt.

Auch Lisa Strobl, Sozialarbeiterin der Stadt, berichtete von ihren persönlichen Erfahrungen. Vor drei Jahren hatte sie beim ersten Bürgerkongress die Einrichtung einer Schnefelder Tafel vorgeschlagen und berichtete, wie „aus dem Zündfunken ein Kraftwerk“ wurde. „Sparen Sie Energie im Haushalt, aber nicht die Energie im zwischenmenschlichen Bereich, dann werden tolle Ideen Wirklichkeit“, forderte sie die Anwesenden auf, ihre Wünsche zu äußern. Zudem referierten Monika Griefahn, ehemalige Umweltministerin und Mitbegründerin von Greenpeace, über die Energiepolitik, der Wedeler Journalist Jörg Frenzel über die Energie der Medien sowie Galerist und Yoga-Lehrer Gerd Uhlig über die Energie in jedem selbst.

„Die Philosophie der Konferenz ist Selbstgestaltung. Es ist wichtig, dass jeder beteiligt ist“, erläuterten die Moderatoren Traute Müller und Timm Stahlhut.

Die Teilnehmer notierten ihre Themen auf Zetteln, die an eine Pinnwand geheftet wurden. Dort konnten sich diejenigen eintragen, die sich an einem bestimmten Thema beteiligen wollten. Und davon gab es einige: Energiewende, Begrenzung der Einwohnerzahl auf 20.000, Einführung einer zusätzlichen Biotonne für die Sommermonate, die Gründung einer Jugendinitiaitve, ein gemeinschaftlicher urbaner Gemüsegarten, eine Verbesserung der ÖPNV-Anbindung und Willkommenskultur. Vor allem das Thema Migration stieß auf großes Interesse und wurde in den beiden Workshop-Phasen von bis zu 30 Teilnehmern diskutiert. „Der Kongress ist sehr, sehr gut gelaufen“, sagte die Bürgermeisterin in einem ersten Resümee und ergänzte: „Die Bürger hatten das Wort und haben es genutzt.“

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erstellt am 24.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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